Bastelei: Vogelfutter-Flasche

Und hier mal eine kleine Bastelanleitung. Fast wider Erwarten ist ja doch noch etwas Schnee gefallen und kalt geworden ist es auch. Wer noch kein Futterhäuschen für die hier gebliebenen Piepmätze hat, kann sich mit einfachen Mitteln in wenigen Minuten eins bauen. Es ist nicht so schön wie handgeschnitzt aus dem Kunsthandwerk-Geschäft, erfüllt aber seinen Zweck und hat auch Vorteile. So kann das Futter nicht ein-schneien, nicht verweht werden und nicht naß werden. Und schon kann es losgehen:
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Wir benötigen eine große Plasteflasche mit Verschluss, einen Marmeladendeckel oder ähnliches, ein Stück Draht, eine Schraube mit 2 Muttern ca. M4 oder M5 und außerdem ein Stück Gummituch oder ein Stück von einem Fahrradschlauch. An Werkzeug wäre nötig: Cuttermesser oder Schere, Akkuschrauber oder Handschrauber, je 1 Bohrer 2 und 5 mm (je nach Schraube), Schraubendreher und Rundzange. Ein Lötkolben wäre hilfreich, muss aber nicht sein.  Wenn etwas fehlt – man kann sich oft auch anders behelfen.

Von der Plasteflasche schneiden wir den Boden ab – aber nicht zu knapp! Am besten geht es mit einer Schere. Der Boden wird zum Schluss wieder übergestülpt. In den Flaschenverschluss und in den Marmeladendeckel bohren wir mittig ein Loch entspr. der Schraubengröße oder Drahtstärke. In den Marmeladendeckel bohren wir außerdem noch ein paar kleine Löcher, damit Wasser ablaufen kann. Am besten von innen nach außen bohren.

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Dieser Draht ist schon 2 Nummern zu stark, es genügt ein wesentlich dünnerer. Hauptsache, er hält die gefüllte Flasche.

Flaschenverschluss und Deckel werden mittels Schraube miteinander verbunden. Am Ende des Drahtes biegen wir eine Öse, die gerade so über die Schraube passt. Mit einer 2. Mutter wird diese Öse auf der Schraube befestigt. Wer es besonders gut machen will, legt noch eine Scheibe und einen Federring dazwischen. (Es geht auch ohne Schraube – dann ist es aber wackliger. Dazu den Draht zunächst durch den Marmeladendeckel und dann durch den Schraubverschluss der Flasche ziehen. Die Öse hängt dann unter dem großen Deckel)

 

 

 

futterflasche_03Der Draht wird nun in die Flasche gesteckt und der Verschluss auf die Flasche gedreht. Entsprechend der Drahtstärke bohren wir noch ein Loch mittig in den abgeschnittenen Flaschenboden und fädeln diesen über den Draht. Jetzt wird das Gummistück über den Draht gefädelt. Dieses dient lediglich dazu, dass durch das Loch im Flaschenboden kein Wasser hereinlaufen kann.

 

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Am letzten Ende des Drahtes wird noch ein Haken gebogen, um die Flasche (kopfrum) aufhängen zu können. Fast geschafft….   In den Flaschenhals bohren wir rundherum ca. 3 – 4 Löcher, die so groß sein müssen, dass das verwendete Vogelfutter durchpaßt. Gut geht das eigentlich mit einem heißen Lötkolben. Auch mit einem Feuerzeug wäre es möglich – aber Vorsicht, schnell schmilzt zu viel vom Material weg!

 

 

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Fertig! Jetzt die Flasche über den offenen Boden mit dem gewünschten Futter füllen und den Flaschenboden über den Rand stülpen. Das Gummistück dicht auf den Flaschenboden schieben, alternativ etwas Knete oder Kitt zum abdichten verwenden. Schon kann die Flasche aufgehängt werden. Diese Futterstellen werden gut angenommen, es gibt aber auch Tage, an denen sich kein Vogel blicken läßt – das ist aber auch bei anderen Futterhäuschen so.

 

 

 

 

Und so wird die Flasche angenommen:

2 Klicks für mehr Sicherheit: der 1. Klick aktiviert die Buttons (schon dabei werden Daten übertragen) der 2. Klick ermöglicht das Empfehlen, Twittern usw.

Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

2 Gedanken zu „Bastelei: Vogelfutter-Flasche

    1. Könnte vielleicht daran liegen, dass es eine Cola-Flasche ist…
      Hab ja geschrieben: nicht schön aber zweckmäßig 😉
      Man kann übrigens nach diesem Schema alle möglichen Behältnisse verwenden – Hauptsache, man bekommt sie oben zu und unten Löcher rein und so einen Deckel oder eine Sitzgelegenheit montiert…

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