Ein Brief an die Schufa

Winterzeit, Weihnachtszeit – immer auch ein wenig Langeweile für mich. Was liegt da näher, als da zum Beispiel mal einen Brief an die Schufa zu schreiben? Im Grunde natürlich so einiges – aber irgendwie ist „zwischen den Jahren“ ja auch ein wenig Leerlauf. Man schleppt sich von Verwandtschaft zu Verwandtschaft oder bekommt selbst Besuch und man ist nur am essen. 😉 Schaut man raus, sieht es (zumindest derzeitig) auch nicht nach einen schönen Winterspaziergang aus. Also habe ich es mir angewöhnt zum Jahresende die Fotos des Jahres (aus) zu sortieren, meinen Papierkram etwas aufzuräumen. Rechnungen für Anschaffungen, bei denen die Garantie abgelaufen ist, vernichte ich. Nebenkostenabrechnungen sehe ich durch und hefte sie weg – und ich schreibe einen Brief an die Schufa. Das habe ich mir die letzten Jahre so angewöhnt.

Wie anfordern?

Der Brief ist natürlich längst geschrieben, ich muss nur jedes Jahr das Datum anpassen. Also eine einfache Sache. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, ich verwendete bisher immer den Vordruck von dieser Seite wenn ich nicht irre. Auf vielen Seiten und in vielen Vordrucken ist davon die Rede, dass man eine Kopie des Personalausweises mitschicken soll. Andernorts wird wieder erwähnt, dass dies nicht nötig und auch nicht erlaubt ist den Personalausweis zu kopieren. Hier gehen die Meinungen auseinander. Die einen kopieren trotzdem den Ausweis, schwärzen aber alles ausser Name, Adresse und Geburtsdatum. Andere (auch hier, unten auf der Seite im Update aber gleich widerrufen) weisen die Schufa im Schreiben gleich darauf hin, dass das Anfordern einer Ausweiskopie rechtswidrig ist. Ich schreibe also einen Brief an die Schufa, andere nehmen andere Vordrucke oder das Formular von der Schufa selbst. Wie das Schufa-Formular verwendet wird, wird hier erklärt.

Update: Mein Brief kam diesmal ungeöffnet zurück, die Adresse war wohl falsch bzw. hat sich in den letzten Jahren geändert. Die z.Z.  (01/2017) gültige Adresse ist wohl

SCHUFA Holding AG
Postfach 10 25 66
44725 Bochum

Die Antwort kam das letzte Mal übrigens von:

Schufa Holding AG
Postfach 102166
44721 Bochum

Warum anfordern?

Mir ist es bei bisherigen Anfrage noch nicht passiert, es gibt aber immer wieder Meldungen, dass Daten nicht korrekt sind – z.B. die Adresse längst veraltet oder noch längst abgelöste Kredite oder alte Mobilfunkverträge aufgeführt sind. Frage ich regelmäßig mal nach, so fällt so etwas schon auf und wenn ich wirklich mal eine Schufa-Auskunft benötige, gibt es weniger Ärger und/oder Verzögerungen. Außerdem kann die Schufa auch mal was für mich tun, wenn sie schon mit meinen Daten Geld verdient 😉  –  und ich wüßte wirklich gern, ob die Daten (noch) stimmen.

Was kostet der Spaß?

Nichts. Jeder Bürger hat einmal im Jahr das Recht, eine solche Auskunft über von ihm gespeicherte Daten (nicht nur bei der Schufa) kostenlos anzufordern. Auf der Seite der Schufa ist das in der Regel gut versteckt. Was hingegen gleich ins Auge springt sind Möglichkeiten sich für Monats- und Jahresbeiträge zu registrieren, damit man öfter und evtl. umfangreicher (je nach Paket) Daten anfordern kann. Hier soll man aufpassen, wo man welchen Haken setzt. Auch deshalb entschied ich mich für einen Brief.

Geht es auch anders?

Jain. Ausser dem Vordruck bei der Schufa und den verlinkten Vorlagen habe ich nichts gefunden. Da ich mittlerweile den neuen Personalausweis habe , habe ich versucht, mich darüber zu identifizieren und eine kostenlose Auskunft anzufordern. In der dazu nötigen Ausweis-App ist die Schufa aufgeführt. Bleibt beim Brief an die Schufa, hierüber ist es mir nicht gelungenAllerdings gelangte ich nur zu der Seite, bei der man die oben erwähnten „Abos“ abschließen kann. Ich habe daher fast den Eindruck, dass man es mit einer kostenlosen Auskunft absichtlich so kompliziert wie möglich macht…

2 Klicks für mehr Sicherheit: der 1. Klick aktiviert die Buttons (schon dabei werden Daten übertragen) der 2. Klick ermöglicht das Empfehlen, Twittern usw.

Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

Ein Gedanke zu „Ein Brief an die Schufa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.