Stromanbieter wechseln?

Es ist ja alles so kompliziert geworden… Vor einigen Jahren hat man seinen Strom beim lokalen Anbieter bezogen und nun hat man die Wahl und kann sogar Strom aus Bayern beziehen. Sollte man den Stromanbieter wechseln? Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Es sollte sich aber auf jeden Fall lohnen, wenn man noch im Grundtarif des lokalen Anbieters ist. Hier in der Gegend wäre das ja eon.edis. Die Grundversorgung wäre bei so ziemlich jedem Anbieter auch der jeweils teuerste Tarif.

Ich selbst habe bereits mehrfach gewechselt. Beim ersten Wechsle des Anbieters vor vielen Jahren war die Ersparnis noch am größten. Da bin ich halt vom normalen Tarif des Regionalversorgers gleich zu einem anderen Anbieter. Die Wechsel darauf brachten nicht mehr wirklich viel Ersparnis im Vergleich zum vorigen, schon günstigen Tarif. Für mehrere Jahre habe ich sogar 100% Öko-Strom bezogen – war das günstigste, was ich finden konnte. Nun hat dieser Anbieter aber auch schlagartig um mehrere Cent/kWh erhöht und da dachte ich mir, man kann ja mal wieder wechseln.

Also eines der üblichen Vergleichsportale angeworfen und geschaut. Tarife mit Vorkasse, Kaution oder festem Kontingent sind bei mir eh raus. Am liebsten wären mir noch  monatliche Kündigungsmöglichkeit und autom. Verlängerung um maximal  jeweils 1 Monat. Gut, gab es nicht. Es gab einige Angebote, bei denen ich tatsächlich sparen würde – wenn man den Rabatt mit reinrechnet, den man als Neukunde erhält. Knackpunkt bei einigen dieser Tarife: den Rabatt bekommt man nur nach Ablauf von 12 Monaten. Wenn man NICHT vorher kündigt. Der Vertrag verlängert sich dann aber um 1 Jahr unter wesentlich schlechteren Bedingungen.

Ich habe schließlich etwas für mich passendes gefunden. Die Vertragsbedingungen sind aber eigentlich schlechter. So ist die Laufzeit jetzt 12 Monate bei autom. Verlängerung um weitere 12 Monate, wenn nicht 6 Wochen vor Vertragsende gekündigt wird. Ich muss mir da schon was in den Kalender notieren, wenn ich rechtzeitig wieder den Stromanbieter wechseln will. Sparen tu ich da auch nur auf Grund der verschiedenen Rabatte für Neukunden. Die Preise liegen mittlerweile (unter o.g. Bedingungen) recht dicht beieinander – zumindest insgesamt. Die monatl. Grundpreise variieren ganz schön. Die Kwh-Preise weniger. Letztere kann man ja noch ein wenig über eigenen Sparsamkeit beeinflussen, den Grundpreis aber nicht.

Stromanbieter wechseln – was bringt’s? Je nach dem , wie der vorige Tarif war nichts bis wenig? Wie erwähnt sind es bei mir vor allem die Rabatte für Neukunden – ich muss also nächstes Jahr wohl wieder wechseln. Das ganze ähnelt dem, was man von den Mobilfunkanbietern kennt: Neukunden werden mit Rabatten und günstigen Tarifen geködert, die treuen Alt-Kunden gucken in die Röhre und bezahlen letztlich die Rabatte für die Neukunden mit. Da hilft es wohl nur, möglichst lange oder oft „Neukunde“ zu sein.

Und der Strom? Ist eh der gleiche wie immer. Ich kann einen Vertrag mit einem Anbieter in Bayern haben – der Strom durch meinen Zähler kommt daher, wo er immer her kam. Für unsere Gegend dürften die Erzeuger z.B. immer noch Kraftwerke in der Lausitz sein, Solaranlagen in der Gegend, „Windstrom“ aus McPom bzw. von hier um die Ecke.  Und wenn ich Ökostrom will? Bekommt man doch nur den Strom, der den physikalischen Regeln nach hier durch die Leitungen fließt – siehe vorigen Satz. Der Anbieter muss wohl nachweisen, dass er nicht mehr „Ökostrom“ verkauft als er bezieht bzw. erzeugt. Wer diesen aber bekommt, ist letztlich nicht steuerbar. die Durchleitungsgebühren zahlt man auch immer, egal, wo man seinen Strom (lt. Rechnung) her bezieht. Im Grunde ist das wohl alles Verrechnungssache zwischen den einzelnen Anbietern.

 

 

 

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Über dischue

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