Meint Microsoft das Ernst?

Ich habe vor kurzem in diesem Beitrag berichtet, dass es bei der Verwendung von OneDrive mit iOS/iPhone meiner Meinung nach doch ein paar Ungereimtheiten gibt.  Und das ist sehr vorsichtig ausgedrückt. Für mich ist das eigentlich ein klarer Fehler, eigentlich mehrere Fehler. Ich habe das an den Support von MS geschickt aber wie es scheint, meint Microsoft das Ernst.Ernst in dem Sinn, dass das eben so ist und (momentan) nicht zu ändern ist. Wobei ich den Eindruck habe, dass das niemand ändern will. Ich habe das Problem auch mal Martin von Dr. Windows geschildert. Er hat mit die Fehler bestätigt und erwähnte, dass es entsprechende Meldungen im Windows Answer -Forum seit 2015 gibt.

Worum ging es konkret? Ganz kurz: beim Uplaod vom iPhone nach Onedrive werden von OneDrive bzw. der App alle Fotos umbenannt. Als Dateinamen dient dann im Wesentlichen Datum und Uhrzeit. Auf dem iPhone haben unbearbeitete Fotos aber den Namen „img_1234.jpg“ .  Dazu kommen noch ein paar andere Kuriositäten, hier nachzulesen.

Das schilderte ich gegenüber dem Support und bekam daraufhin vor kurzem folgende Antwort:

„Hallo []!

Danke, dass sie sich nochmal gemeldet haben. Entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort.

Ich möchte mich ebenfalls für die ausführliche Beschreibung bedanken. Was Sie beschreiben ist normal, es funktioniert so und das kann leider nicht geändert werden. Ich kann aber geren Ihren Feedback an den zuständigen Team weitereleiten, wenn Sie es wünschen. […]“

Wie es scheint, meint Microsoft das Ernst, wirklich. Den Rest der Antwort kann man sich sparen, da es sich um ein anderes Problem handelt – hier wird nur das Übliche empfohlen: ein kleiner Reset – brachte aber auch nichts.

Da verändert OneDrive also einfach die Dateinamen – ohne Hinweis, ohne Nachfragen. Ist halt so. Und wenn ich manuell nochmal hochladen, habe ich u.U. das gleiche Bild mit anderem Namen o.ä.

Wenn etwas irgendwohin geladen wird erwarte ich, dass die Dateinamen unverändert bleiben. Wähle ich absichtlich eine andere OPTION, dann ist das natürlich etwas anderes – aber hier gibt es keine anderen Möglichkeiten. So, wie es hier momentan ist, entsteht nur Chaos, zumal dieses Verhalten von OneDrive scheinbar nirgends dokumentiert ist.
Als Option wäre dieses Verhalten für mich ok, als unveränderlicher Standard nicht. 
Und warum wird nur umbenannt, wenn ich autom. Bzw. aus onedrive heraus hochlade., nicht aber, wenn ich aus „Fotos“ heraus hochlade?
 
Ist es wirklich Absicht, dass bei einer Methode umbenannt wird, bei der anderen nicht? Es landet bei beiden Methoden auf OneDrive!
Ist es ebenso Absicht, dass ich in „Fotos“ nicht mehr als 10 Bilder markieren kann, weil OneDrive sonst nicht mehr im „Teile-Menü“ zur Verfügung steht?
Ist es wirklich auch beabsichtigt, dass beim Umbenennen der neue Name um 1 Std von den exif-Daten abweicht?
Die Aussage Microsofts, dass das nicht anders geht, halte ich für eine pure Ausrede. Wenn ich Dokumente o.ä. vom iPhone zu OneDrive hochlade, so werden dabei auch keine Dateinamen verändert, bei einer Synchronisation mit dem Cloudspeicher wird (zum Glück!) auch nichts umbenannt. Nur bei Fotos, da geschieht das – je nach gewählter Methode. Oder heißt das im Umkehrschluss, dass man MS bzw. OneDrive z.B. bei Dokumenten o.ä.  eigentlich (auch) nicht trauen kann?
 
Dateinamen mögen unter iOS nicht so die Rolle spielen – bei Fotos werden sie z.B. auch nicht ohne weiteres angezeigt. Zudem soll das iPhone eben vor allem mit der iCloud zusammenarbeiten. Ich bin aber der Meinung, dass externe Lösungen auch einfach (korrekt) funktionieren müssen. Es darf dabei eben nicht irgendetwas (an den Dateinamen) verändert werden. Meint Microsoft das Ernst mit „Cloud first“, dann sollte man sich überlegen, hier evtl. doch die Vorgehensweise zu ändern.
Ich habe da doch ein wenig mehr erwartet.
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Über dischue

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