Was tun mit einem alten Bausparvertrag?

Vorneweg: dazu habe ich auch keine Empfehlungen, nur meine Gedanken… Ich habe selber noch einen alten Bausparvertrag. Den habe ich vor ewigen Zeiten abgeschlossen. Ob es damals eine gute Idee war – keine Ahnung. Aus heutiger Sicht gibt es aber „wahnsinnig“ viel Zinsen darauf – den Kreditteil muss man ja nicht in Anspruch nehmen. Zum Glück brauche ich das Geld momentan nicht. Der Betrag würde im Grunde auch nicht mal für den Bau einer Garage genügen. Stellte sich trotzdem so ein wenig die Frage: was mache ich jetzt damit?

Als die Zinsen vor einigen Jahren in den Keller gingen, habe ich die Einzahlungen in diesen Bausparvertrag erhöht. Dazu muss ich erwähnen, dass ich sie vorher auf das mögliche Minimum herunter gesetzt habe. Durch die erwähnte Erhöhung habe ich nur die „normale“ Rate wieder erreicht. Es war bis zu dieser Erhöhung noch nicht viel angespart, der Vertrag noch lange nicht fällig. Ich hielt das für eine gute Idee. Auf diesen Vertrag gibt es, tja, keine Ahnung, 2,x oder knappe 3% Zinsen? Was bringt Tagesgeld im Moment? 0,5% Zinsen?

Mein Chef brachte mich dann letztens auf eine andere Idee: möglichst wenig einzahlen. Den alten Bausparvertrag lasse ich so möglichst lange stehen. So zögere ich jetzt die Fälligkeit (Auszahlung) des Bausparvertrages hinaus. Salopp gesagt zahlt mir die Bausparkasse das Geld nicht dieses Jahr aus, sondern erst in 5 Jahren. Ich erhalte also noch 5 Jahre relativ hohe Zinsen auf den bisher angesparten Betrag. So gesehen war es evtl doch nicht so schlecht, dass ich zeitweise soviel eingezahlt habe, das jetzt ein recht „hoher“ Betrag erreicht war.

So waren eben meine Gedanken zu meinem alten Bausparvertrag. Das klappt bzw. lohnt sich nur unter bestimmten Bedingungen: der alte Bausparvertrag muss wirklich (aus heutiger Sicht) gute Zinsen bringen. Das findet man in den Vertragsbedingungen. Es sollte schon relativ viel Geld angespart worden sein, damit sich die Zinsen auch lohnen. Natürlich darf der Vertrag nicht für bestimmte Dinge fest eingeplant sein (Ablösung eines anderen Kredites, Fälligkeit zu einem bestimmten Termin und/oder für eine bestimmten Zweck o.ä.).

Eine richtige Empfehlung kann, will und werde ich hier nicht abgeben. Vielleicht erinnert der Beitrag aber den oder die Eine(n) oder Andere(n) daran, mal zu schauen, ob man selbst noch solche „Altlasten“ hat und ob man das die eine oder andere Kleinigkeit optimieren kann.

Diesen Beitrag habe ich vor einiger Zeit vorbereitet. In der Zwischenzeit gab es z.B. eine Gerichtsentscheidung zugunsten der Bausparkassen. Diese wollen gerne alte Verträge kündigen. Das geht allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Um hier nichts falsches zu berichten, verlinke ich mal 2  Artikel von Spiegel online:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bundesgerichtshof-urteil-der-teure-sieg-der-bausparkassen-a-1135621.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bundesgerichtshof-urteil-was-sie-jetzt-mit-ihrem-bausparvertrag-tun-sollten-a-1135559.html

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Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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