Keepass-Passwortmanager

Ein Geheimtipp ist das nun wirklich nicht mehr – aber immer wieder einer Erwähnung wert: KeePass. Es läuft heutzutage alles über Passwörter und PINs: die PIN für die EC-Karte, Passwörter für Email-Kontos, Onlineshops, Foren, Kennwörter für die elektronische Steuererklärung (ElSter), dazu Seriennummern für Programme und ähnliches. Ich habe letztens aufgeräumt und kurz durchgezählt und komme auf ca. 160 entsprechende „Datensätze“.

Passwort Safe - auch portabel, gefunden auf flickr, Foto von vermaelen willy
Passwort Safe - auch portabel, gefunden auf flickr, Foto von vermaelen willy

In den 90ern passten meine Anmeldenamen und Pasaswörter noch auf ein DIN A 4 Blatt, dass über dem PC hing. Dabei habe ich alles noch recht groß und ungeordnet notiert.Bei ca. 160 Datensätzen ist es damit natürlich vorbei.  Die 160 muß ich natürlich gleich wieder relativieren – nicht alle Daten gehören zu mir. Da sind noch paar PINs und Kennwörter für andere dabei, andere Sachen sind so alt, dass sie eigentlich gelöscht werden könnten – wenn die entspr. Website/das Forum nur eine derartige Möglichkeit bieten würde. Zum Beispiel werde ich wohl nie wieder (?) Hilfe aus einem Forum für Brennprobleme benötigen. Vor Jahre, als ein 4-fach-CD-Brenner schon Luxus war, habe ich dort öfter vorbei geschaut, jetzt brenne ich 1 mal im Jahr eine Scheibe für Freunde/Verwandte/Bekannte. Mein Kram liegt auf Festplatten.

Zurück zum Thema: wie die ganzen Daten beherrschen? Hier kommt dann KeePass Passwort Safe ins Spiel: in diesem Programm oder besser einer entsprechenden Datei werden verschlüsselt Passwörter gespeichert. Selbstredend benötigt man für die Datei ein Passwort – aber 1 sollte man sich doch merken können.  😉  Das Programm kann eigentlich wesentlich mehr, z.B. können Passwörter in verschiedene Kategorien eingeordnet werden. Nutzername und Passwörter können auch automatisch auf entsprechenden Webseiten eingetragen werden – hier ist die Einrichtung aber nicht so ganz einfach.

Es spricht nichts dagegen, Passwörter zu Hause auf einem Zettel zu notieren oder sich ein kleines Notizbuch zuzulegen. Da sind die Daten wahrscheinlich sicherer, als wenn man sie automatisch vom Browser speichern läßt. Ein Vorteil von KeePass ist allerdings, dass dieses Programm für alle möglichen Geräte  und auch portabel erhältlich ist. So läuft es zu Haus unter Windows, Linux oder MacOS, auf dem Handy unter Android, PalmOS, iOS (iPhone), auf Blackberry, Windows Phone oder Symbian. Also egal, welches Gerät ich nutze – ich kann meine Passwörter immer dabei haben. Idealer Weise richtet man die Passwörter bzw. die Datei zu Hause am PC ein, gerade auf mobilen Geräten kann man die Datei zwar lesen aber nicht oder nur unkomfortabel erstellen oder ändern.

Die auf dem PC erstellte Datei kann man u.U. einfach auf ein anderes Gerät kopieren und dort mit der entsprechenden Programmversion öffnen. Gelegentlich klappt das aber nicht ganz so einfach da gerade oft auf mobilen Geräten nur die Programm und Dateiversion von Keepass 1.x (.kdb) unterstützt wird während auf Windows die Version 2.x (.kdbx-Dateien) aktuell ist. Aber das ist kein Problem: unter der Windows-Version 2.x kann man die Datei auch im Format 1.x mit der Endung .kdb exportieren – diese Datei sollten dann alle anderen Programmversionen lesen können, auch die Windows-Version.

Das Programm ist frei und kostenlos.

2 Klicks für mehr Sicherheit: der 1. Klick aktiviert die Buttons (schon dabei werden Daten übertragen) der 2. Klick ermöglicht das Empfehlen, Twittern usw.

Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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