Ist die Wahl Pest oder Cholera?

Sonntag ist Landtagswahl in Berlin, dürfte bekannt sein. Wer durch Berlin fährt, sieht seit Wochen die z.T. riesigen Plakate – oft so aufgestellt, dass man Kreuzungen und Einmündungen nicht mehr ordentlich einblicken kann und eigentlich schon fast eine Gefährdung des Straßenverkehrs vorliegt. Ansonsten wie bei jeder Wahl: grinsende Gesichter mit so aussagekräftigen Texten wie „Vorname Name“ oder „Ihr Kandidat“. Was die Person will, bleibt geheim (sind ja auch geheime Wahlen – man weiß eigentlich nicht, was man wählt… 😉  )  Dagegen heben sich einige Plakate der Piraten vom sonstigen Einerlei ab. Die Sprüche scheinen z.T. recht clever und sie haben oft auch eine hintersinnige Aussage. Die Piraten haben den Vorteil, dass sie noch unverbraucht sind, auf deren Abschneiden bin ich gespannt; ziehen die wirklich ins Rote Rathaus oder liegen die Meinungsforscher mal wieder daneben – wie so oft in letzter Zeit?  Das ist jetzt übrigens keine Empfehlung, nur mein subjektiver Eindruck!

Wer kann, sollte auf jeden Fall wählen gehen – auch wenn man nicht weiß, wen. Im Zweifelsfall eben das kleinere Übel. Ist man der Meinung, man hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, dann die Krankheit wählen, die weniger Schmerzen verursacht, weniger Spuren hinterlässt  oder die schneller vorbei ist. Eigentlich wollte ich ja schreiben, dass es nichts bringt, seinen Stimmzettel ungültig zu machen, da ungültige Stimmzettel überhaupt keinen Einfluss auf das Ergebnis haben. Das stimmt tatsächlich,  wie hier für Bundes- und Landtagswahlen nachzulesen ist – bis eben auf Berlin! In Berlin wird lt. Wahlordnung wenigstens die 5%-Hürde nicht an Hand der gültigen sondern der abgegebenen Stimmen ermittelt. Durch eine ungültige Stimme setzt man also im Prinzip diese Hürde ein wenig höher, jedenfalls in Berlin. Auf die Sitzverteilung haben ungültige Stimmen jedoch keinen Einfluss. Wem also trotz aller Meckerei Partei A näher steht als B, der sollte A wählen, von einer Enthaltung oder ungültigen Stimme profitiert sonst nämlich Partei B. Also die Partei, die einem nicht so nahe steht – auch in diesem Artikel nachzulesen. Apropos Meckerei: nur wer wählen geht, darf auch meckern. Alle anderen hätten das Ergebnis ja evtl. etwas beeinflussen können… Vielleicht etwas zu naiv gedacht – aber die paar Minuten für 2 Kreuze sollte man alle paar Jahre wohl aufbringen können.

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Über dischue

„Chef“ dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben… ;-)

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