Tolino shine – ein kurzer erster Eindruck

tolino_08Seit etwa anderthalb Jahren besitze – und benutze – ich einen eBook-Reader. Obwohl recht Technik-freundlich war ich zunächst gegen solche Geräte – mit den üblichen Argumenten: ich mag die Haptik von gedruckten Büchern, ein gedrucktes Buch ist unkompliziert zu „bedienen“ usw. Mittlerweile lese ich fast ausschließlich mit dem elektronischen Gerät – und so viel wie schon lange nicht mehr. Nun ließ ich den Reader mal einfach so liegen – und man zeigte Interesse daran. Und schon hatte ich die Idee für ein Geschenk. Da das zu erwerbende Gerät nicht für mich bestimmt war, machte ich auch nicht viel Federlesen, wälzte keine großen Testberichte sondern ging einfach in einen Laden. Lt. Stiftung Warentest schnitt der Tolino shine als zweitbestes Gerät ab, zudem hat er integrierte Beleuchtung, worauf die zu Beschenkenden scheinbar Wert legten.

Gekauft habe ich letztlich trotzdem online, das Gerät kam schon am nächsten Tag per Post. Also das Paket aufgerissen und das Gerät ausgepackt.  Viel ist nicht dabei: der Reader und ein USB-Kabel mit Micro-USB-Stecker. Zum Laden muss das Gerät also an den PC oder man hat von einem Handy oder sonstigem Gerät ein USB-Ladegerät. Software wird nicht mitgeliefert.

1. Eindruck

Der Tolino shine wirkt auf mich recht klobig. wahrscheinlich liegt das am recht breiten Rahmen und an der dunklen Farbe desselben – besonders edel ist das nicht. Legt man den Tolino direkt neben mein Sony PRS-T1, so sieht man aber, dass die Geräte annähernd gleich groß sind – was auch für das Display gilt. Trotzdem wirkt der Sony auf mich eleganter – was wohl auch an der eingelassenen Alu-Blende unterm Display liegt und daran, dass beim Sony der Rahmen zum Display hin abflacht/abfällt. Beim Tolino hingegen ist zwischen Display und Rahmen eine – verglichen mit dem Sony – recht hohe Kante.

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Beim Tolino (links) ist noch die Dispaly-Schutzfolie angebracht, ohne Folie refelktiert das Display nicht.

Auffällig ist weiter, dass der Tolino lediglich eine mechanische Taste mittig unterm Display hat. Bei genauer Betrachtung findet man an der Oberkante aber links einen Schiebeschalter (ein/aus) und rechts eine Taste, die die Beleuchtung ein- oder ausschaltet. Der Tolino liegt gut in der Hand, das Gehäuse ist leicht angeraut bzw. hat eine leicht gummiartig/rutsch-hemmende Oberfläche. Anschluss für Ladegerät/Micro-USB, Schacht für Micro-SD-Karte und Öffnung für Reset-Knopf sind unter einer stabilen Klappe am unteren Rand angebracht. Die Verarbeitung ist ordentlich.

Der integrierte Speicher beträgt 4 GB und reicht somit für einige hundert Bücher im epub-Format

2. Erste Schritte

Das Gerät ließ sich einschalten, der Akku wurde mit einem Ladezustand von ca. 50% angezeigt. Ich schloß den Tolino ans Ladegerät und schaute mir erst mal die Einstellungen an. Ich schaltete WLAN ein und nach Verbindung mit meinem Netz wurde mir auch sofort ein mögliches Update der Firmware angezeigt. Es handelte sich um ca. 55 MB, die nach einigen Minuten heruntergeladen und installiert waren. Die aktuelle FW zum jetzigen Zeitpunkt ist somit die 1.1.1 Rev. 1327

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Übrigens sind 3 Bücher auf dem Gerät vorinstalliert: Frau Bovary von Gustave Flaubert, Max und Moritz von Wilhelm Busch und die Verwandlung von Franz Kafka. Das kann sich aber unterscheiden – ja nach dem, wo man das Gerät kauft, später dazu mehr… Außerdem ist auf dem Gerät die ausführliche Bedienungsanleitung hinterlegt. Zuletzt gelesene/geöffnete Bücher werden auf der Startseite angezeigt zu der man immer gelangt, wenn man die Taste unterm Display drückt. Die Bedienungsanleitung wird leider nicht auf der Startseite angezeigt, dazu muss man immer ins Menü (auf der Startseite auf die 3 Striche oben links drücken) und die Rubrik „Hilfe“.

Kaum war das Gerät übrigens via WLAN online, wurden am unteren Rand Buchvorschläge aus dem online-Shop des Händlers angezeigt, bei dem das Gerät gekauft wurde.

3. Bedienung

Die Bedienung scheint mit denkbar einfach: auf der Startseite das zu lesende Buch auswählen oder auf „Meine Bibliothek“ drücken und dort das Buch auswählen. hat die Bibliothek mehrere Seiten, so werden am unteren Rand im Display in der linken und Rechten Ecke Pfeile eingeblendet mit denen man (nach Druck darauf) zu nächsten oder vorigen Seite der Bibliothek/Übersicht wechseln. Am oberen Rand finden sich Symbole, mit denen man die Sortierreihenfolge ändern kann (nach Titel, Autor, Aktualität….) wechseln kann. Man kann aber nicht angeben, ob ansteigend oder absteigend sortiert werden soll. Außerdem kann man die Ansicht der Bibliothek ändern – also eine Liste aller Bücher mit kleinem Cover-Bild oder eine Gitteransicht mit größerer Cover-Ansicht der Bücher. Was mir hier persönlich fehlt: die Möglichkeit, Sammlungen o.ä. anzulegen. Es gibt Buchreihen oder Serien, die aufeinander aufbauen. Ist es bei „Faust, der Tragödie erster Teil“ und „Faust, der Tragödie zweiter Teil“ noch eindeutig und folgen beide Titel aufeinander, so gibt es Serien oder Reihen, wo jeder Teil für sich abgeschlossen ist, aber es trotzdem wichtig ist, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufeinander aufbauen. Die Titel können trotzdem unterschiedlich sein. Hier ist es auf dem Tolino sehr schwer bis unmöglich, den richtigen Titel auszuwählen bzw. zu ermitteln, in welcher Reihenfolge die Bücher gelesen werden sollten. Aus meiner Sicht sollte hier unbedingt nachgebessert werden.

Update: nach einem FW-Update kann man jetzt zumindest Kategorien anlegen und die Bücher entsprechend sortieren. Die Kategorien oder Sammlungen, die z.B. in Calibre angelegt wurden und die in den Mata-Daten der Bücher hinterlegt sind, werden leider nicht ausgewertet bzw. die Bücher nicht danach gruppiert.

Das Lesen selbst ist problemlos: hat man ein Buch ausgewählt, blättert man per Wischgeste oder tippt rechts (nächste Seite) bzw. links (vorige Seite) an den Rand. Von rechts nach links blättern gelangt man zur nächsten Seite, von links nach rechts wischend gelangt man zu vorigen Seite. Wobei das mit den Seiten relativ ist.  Da man Schriftart und  -größe wechseln kann, kann auf einer Seite dem Display unterschiedlich viel dargestellt werden. Das führt dazu, dass man trotz mehrmaligem „blättern“ unten immer noch die gleiche Seitenzahl angezeigt bekommt. Die Seitenzahlen orientieren sich dabei an den Seitenzahlen in der gedruckten Ausgabe. Ansonsten hätte man bei unterschiedlichen Schriftgrößen unterschiedliche Seitenzahlen – das würde zu Verwirrung führen, wenn man jemandem, der evtl eine gedruckte Ausgabe besitzt, mitteilt, er/sie möge mal auf Seit 23 nachsehen. Je nach eingestellter Schriftgröße könnte das im gedrucktem Buch z.B. Seite 20-27 sein. Das scheint übrigens bei allen(?) eBook-Reader so zu sein – zumindest kenne ich das auch vom Sony PRS so.

Das Wischen selbst funktioniert gut, verglichen mit dem Sony muß ich allerdings etwas mehr Druck ausüben und das „Umblättern“ dauert etwas länger. Gerade bei Grafiken oder dicken Überschriften dauert es oft einen Augenblick, bis das richtig angezeigt wird – im ersten Moment ist die Darstellung zumindest teilweise recht unscharf.

Apropos Schriftgröße: liest man ein Buch, so muß man nur kurz auf eine beliebige Stelle auf dem Display drücken und am oberen Rand erscheinen die Symbole für verschiedene Einstellungen wie Schriftart, Schriftgröße, Beleuchtungsstärke und man kann die Suchfunktion aufrufen oder Lesezeichen setzen oder Notizen machen oder was auf Facebook mitteilen.

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Ein Tipp auf das entsprechende Symbol und man gelangt zu den Einstellungen, in diesem Beispiel (nächstes Bild) zu den Einstellungen für die Schriftgröße.

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Die Einstellungen sind nicht so umfangreich wie beim Sony. Beim Tolino kann man z.B. die Helligkeit (nicht die der Beleuchtung!) oder den Kontrast nicht verändern – aber diese Einstellungen habe ich beim Sony im Prinzip auch nicht benötigt. Dafür kann man beim Tolino in Stufen Einstellen, wie breit der Rand links und rechts neben dem Text ist. Der Rand dient ja durch Tipp darauf – neben den Wischgesten – auch zum Blättern, außerdem stören evtl. leichte Schatten durch den höheren Rand der das Display umgibt. Mit dieser Einstellung kann man das also abmildern.

Die Beleuchtung finde ich wirklich gelungen. Mir scheint sie recht gleichmäßig zu sein. Sie ist außerdem in verschiedenen Stufen bzw. (nahezu?) stufenlos einstellbar.

Unverständlich: dass die Bedienungsanleitung nicht auf die Startseite gelegt wird und dass man innerhalb der Bedienungsanleitung nicht suchen kann! Gerade in der Bedienungsanleitung fände ich eine Suchfunktion (nach Begriffen wie Bedienung, [Bücher] löschen, [Bücher] zufügen…) sehr wichtig.

4. Bücher kaufen

ein leidiges Thema und die Schattenseite der eBook-Technik, zumindest so, wie sie derzeit gehandhabt wird. Der Tolino ist ja „der ebook-Reader der großen deutschen Buchhändler und der Telekom“ (lt. Eigenwerbung). Wer jetzt aber denkt, er kann überall einkaufen, der irrt. Kauft man den Tolino bei buch.de, ist der Shop von buch.de eingerichtet. Kauft man das Gerät bei Thalia, dann eben der Shop von Thalia. Wie es ist, wenn man das Gerät bei Amazon oder t-online kauft, kann ich nicht sagen. Hinzu kommt, dass der Tolino zwar das verbreitete epub-Format und pdf anzeigen kann – aber nicht das azw-Format von Amazon – aber das kann außer den Amazon-Geräten so wie so kaum ein Gerät.

Das größere Problem ist dann noch der Kopierschutz. Ich kann verstehen, dass man nicht will, dass eine Person ein Buch kauft und dann tausendfach weitergibt. Allerdings war das auch bei gedruckten Büchern schon so, dass man diese verliehen oder weitergegeben hat. Jetzt ist es allerdings – zugegebener Maßen – wesentlich einfacher. Trotzdem macht dieser „Kopierschutz“ oder vielmehr DRM (frei übersetzt: digitale Rechte Management) die ganze Sache kompliziert. Wer nämlich die gekauften Bücher bzw. die Dateien auf dem Tolino lesen möchte, benötigt für die überwiegende Mehrzahl davon auch noch eine Registrierung bzw. ein Konto bei Adobe. Adobe ist die Firma, die den verbreitetsten DRM-Schutz entwickelt.

Bedeutete im Klartext: zum einen muß ich mir ein Kundenkonto beim Buchhändler anlegen (geht über den Tolino) – falls noch nicht vorhanden –  und ich brauche ein Konto bei Adobe. Die Daten von Adobe (Benutzername und Kennwort) müssen dann auf dem Tolino eingegeben werden. In meinen Augen ist das immer noch ein Punkt, der viele vom Kauf eines solchen Gerätes abhält. Wie erwähnt, ist das Gerät, das ich kurz ausprobiert habe, als Geschenk gedacht. Als Geschenk für Leute, die weder WLAN , noch PC haben und sich damit auch nicht auskennen, die einfach nur lesen wollen.

Die hier dargestellte Vorgehensweise gilt natürlich nur für geschützte Bücher – die allerdings in der Mehrzahl sein dürften. Einige wenige Bücher, deren Copyright abgelaufen ist o.ä. verfügen nicht über DRM.

Gerade wer sich nicht an die Regeln von DRM hält, hat Vorteile – es geht dann wesentlich einfacher, ohne Adobe. Allerdings ist das nicht legal so weit ich weiß oder zumindest ist es eine Grauzone…. Darf ich legal gekaufte Bücher so manipulieren oder verändern, dass ich selbst sie ohne DRM-Hindernis auf meinem Gerät lesen kann? Das soll hier aber nicht Thema sein, wer mehr darüber wissen will, kann mal in diesen meiner Beiträge schauen oder die Suchmaschine seiner Wahl anwerfen. Letztlich ist es aber so: der Ehrliche ist der Dummer – für andere ist es wesentlich leichter….

Wie erwähnt liegt dem Tolino keine Software bei. Bücher gelangen via WLAN auf das Gerät, wenn man ein Konto bei einem Buchhändler hat und dort Bücher kauft. Übrigens soll man mit dem Tolin kostenlos die Hot-Spots (öffentliche WLAN-Zugänge, oft in Hotels, Bahnhöfen, Restaurant, McDonalds) nutzen können! Man kann also auch unterwegs Bücher kaufen. Es gibt aber zum Glück noch die Möglichkeit, Bücher direkt vom PC auf das Gerät zu kopieren. Der Tolino wird am PC als USB-Laufwerk erkannt (wenn auf dem Tolino so freigegeben). Direkt im Stammverzeichnis des Laufwerkes finden sich Ordner mit dem Namen des Autors, darin dann die epub-Dateie(en) der Bücher. Die kopierten Bücher werden dann nach Trennen der USB-Verbindung erkannt und der Tolino fragt, ob er die Bücher der Bibliothek zufügen soll – erst danach erscheinen sie dann auch in dieser. Umgekehrt ähnlich: löscht man ein Buch aus der Bibliothek ist es trotzdem noch im Gerätespeicher! Am besten also dort (via PC) den Ordner löschen.

Möchte man Bücher trotzdem komfortabel am PC verwalten und bearbeiten, so bietet sich Calibre an. Calibre ist DAS Program, um Bücher zu verwalten, in verschiedenen Formate zu konvertieren und auch direkt auf das Gerät zu kopieren. Calibre kommt mit den gängigsten Formaten (mobi, epub, pdf, azw) zurecht und kann die Formate konvertieren. Es besteht auch die Möglichkeit, die Meta-Daten der Bücher (Titel, Autor, Genre, Bewertung) zu ändern oder anzupassen. Da man im Tolino ja wie erwähnt keine Sammlungen anlegen kann, könnte man mittels Calibre die Titel der entsprechenden Bücher ändern oder ergänzen. Für manche Funktionen ist ein Extra-Plugin notwendig. Übrigens kann man mittels Calibre auch die Bücher am PC lesen. Mehr dazu aber ebenfalls in diesem Artikel.

5. Fazit

Auch wenn dem Tolino im Vergleich zum Sony z.B. Wörterbücher fehlen, die direkt (offline) Fremdwörter übersetzen würden, oder die Möglichkeit, direkt nach Begriffen aus dem Text in Google oder Wikipedia zu suchen – das Gerät kann genug. Die integrierte Beleuchtung ist ein absoluter Pluspunkt. Den Browser habe ich nicht probiert – da da Gerät nur Scharz/weiß kann, kann in diesem Fall jedes Smartphone mehr. Zum Lesen ist der Tolinio mehr als ausreichend ausgestattet. Die Bedienung ist einfach – allerdings reagiert das Gerät manchmal etwas verzögert. Eine Zeitlang nervte es ständig mit dem Hinweis, dass keine WLAN-Verbindung möglich ist. Erst ein komplettes Aus- und wieder Einschalten (kein Reset!) löste das nervende „Problem“.

Mit der einen Taste und den Wischgesten sowie der Bedienung über die einblenden Menüs komme ich zumindest bestens zurecht. Die Zusatzfunktionen, die z.B. der Sony bietet, habe ich dort nach einer ersten Probierphase eigentlich nicht mehr benötigt – deshalb würde ich sie am Tolino auch nicht vermissen.

Ein Manko ist die erwähnte fehlende Möglichkeit von Sammlungen oder das Sortieren der Titel (keine Aufsteigen/absteigend-Möglichkeit). Die Hauptverwendung eines solchen Gerätes – das Lesen – klappt bestens. Das Display spiegelt nicht, die Beleuchtung ist gleichmäßig und (mehr) als ausreichend hell. (Fotos noch mit reflektierende Schutzfolie vor dem Display!)

Die Probleme des Buch-Kaufes liegen nicht am Tolino sondern am derzeitigem DRM-System, dass in meinen Augen eigentlich gerade erst dafür sorgt, dass viele von so einem Gerät zurück schrecken. Ein (Groß-) Teil der Käufer, die es sich trotzdem holen, werden wohl wissen, wie man solche Geräten „einfacher“ handhaben kann.

Wer überwiegend oder vor allem bei Amazon kauft, ist mit dem Tolino schlecht bedient, da er das Amazon-Format nicht beherrscht. Zwar kann man die Amazon-Formate mittels Calibre in epub umwandeln – aber nur DRM-freie Bücher oder man benötigt gewisse Plugins.  Auch das ist allerdings nicht (allein) dem Tolino anzulasten. Wer den Aufwand nicht scheut und beim Buchladen um die Ecke einkauft bzw. dessen Online-Portal, der ist mit dem Tolino bestens bedient.

Eine Aussage über die Haltbarkeit oder sich häufende Probleme kann ich natürlich nach jetzt 2 Tagen nicht machen.

Pluspunkte

  • integrierte Beleuchtung
  • großer (4GB) interner Speicher
  • einfache Bedienung

Minuspunkte

  • keine Sammlungen anlegbar (Buchreihen o.ä.)
  • Bedienungsanleitung nur versteckt in den Einstellungen

Die „Probleme“ mit DRM liegen nicht am Tolino sondern allgemein am derzeitigen System der eBooks. Die fehlende Möglichkeiten von Sammlungen ließe sich mit Software-Updates beheben deshalb zählt das alles nur mit heutigem Stand.

Übrigens sind der Tolino Shine und auch der Sony PRS-T2 (Nachfolger von meinem Gerät) für ca. 99 € erhältlich. Allerdings verfügt der Sony nicht über integrierte Beleuchtung und hat nur 2 GB internen Speicher. Dafür hat der Sony mehr Einstellmöglichkeiten (die ich bisher nicht wirklich benötigte) und kann auch Musik abspielen – was ich allerdings noch nicht genutzt habe.

2 Klicks für mehr Sicherheit: der 1. Klick aktiviert die Buttons (schon dabei werden Daten übertragen) der 2. Klick ermöglicht das Empfehlen, Twittern usw.

Über dischue

„Chef“ dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben… ;-)

4 Gedanken zu „Tolino shine – ein kurzer erster Eindruck

  1. Danke dir,

    soweit ich gelesen habe kann ich das ganze auch rooten und alternative reader installieren. gerade die offline verfügbarkeit finde ich mit lte und volumentarif wichtig, da ich nicht ständig syncronisieren will und kann. bin auch gespannt ob ich mit dem weltbild tolino einfach so in die telekom hotspots komme, liest sich jedenfalls so. dann kann ich käufe und gratisbücher unterwegs laden. auch kann ich mir vorstellen das meine eltern auf den geschmack kommen und dann wäre ein an das gerät gebundenes buch unpraktisch, offline kann ich das buch per stick bringen und lösche es vorher bei mir, dann habe ich ein ruhiges gewissen und handhabe es wie mit büchern, nur das die digitalen nicht verlegt werden können oder kaputt gehen können, außer natürlich der tolino fällt in den pool 😀

    1. wie das Ganze jetzt mit rooten aussieht, weiß ich nicht. Von der kostenlosen Nutzung der t-online-Hotspots habe ich allerdings auch gehört, schließlich ist der Tolino ja eine Zusammenarbeit zwischen t-online und dem deutschen Buchhandel. Aber selbst beim Tolino muß man sich wohl entscheiden, wo man ihn kauft denn der entspr. Shop ist vorinstalliert. Also man kann nich bei allen Buchhändlern/-Ketten kaufen sondern nur bei der, wo man das Gerät erwarb – jedenfalls ohne rooten oder Nutzung diverser Plugins.
      sonst ist so ein eBook-Reader schon eine schöne Sachen – lust auf lesen? Buch kaufen, herunterladen – fertig. keine überquellenden Regale, kein Warten auf Lieferung.
      Nur eben diese DRM-Geschichte… Was machen Leute ohne PC, die wirklich nur lesen wollen?
      Stellt sich mir die Frage: könnten solche Leute das Gerät in den Laden mitnehmen und man spielt ihnen das Buch gleich rauf? Ohne PC hat man ja auch selten Internet zu Hause… Aber vielleicht ist das auch nicht die Zielgruppe – dabei machen manche Eigenschaften so ein Lesegeräte z.B. gerade für ältere Leute interessant: einstellbarer Kontrast, Einstellbare Schriftgröße, evtl. Beleuchtung…

      Übrigens: die Bücher sind meines Wissens nicht an die Geräte gebunden sondern an die Adobe-ID. Diese kann auf bis zu 5(?) Geräten genutzt werden. Man könnte also die Bücher auf dem Handy haben, außerdem auf 4 Readern – jedenfalls habe ich das so verstanden. Ohne DRM kann man die Bücher natürlich kopieren… Wie letztens gesagt: Vorsicht, evtl. gibt es Wasserzeichen. Man sollte auch irgendwie so fair sein, den Verlagen auch Geld für ein Buch zu gönnen – selbst will man ja für Arbeit auch bezahlt werden. Aber genau, wie man ein „echtes“ Buch mal den Eltern/Freunden gab, muß das mit eBooks auch gehen, finde ich.

  2. Moin, habe ich das nun richtig verstanden, wenn ich bei amazon mal ein gratisbuch oder gekauftes buch habe, was es nicht im epub gibt, kann ich dies nicht mit calibre umwandeln oder als epub „illegal“ laden und am tolino lesen bzw muss dann wegen drm nochmal kaufen?

    1. Kurze Version einer Antwort:
      Ja, ist leider so – wenn auch z.T. aus anderen Gründen. Zumindest, wenn man nur kaufen und lesen will – und das garantiert legal tun möchte.
      Calibre wandelt von Hause aus nur DRM-freie Bücher in andere Formate um. Bei azw-Dateien (Amazons eigenes Format) verweigert es mit Hinweis auf DRM die Arbeit. Das azw-Format von Amazon können wiederum eben nur Amazon-Geräte lesen wenn ich jetzt nicht irre.

      Aber… – und jetzt wird es ausführlicher:
      findige Menschen haben für Calibre diverse Plugins geschrieben, die gewisse Restriktionen umgehen – da hilft eine Internet-Suche weiter.
      Der Vorteil dieser Plugins: es ist dann egal, wo man welche Bücher und (fast) welches Format man gekauft hat: man liest das Formnat seiner Wahl auf einem Gerät seiner Wahl. Ob das rechtlich einwandfrei ist – wohl eher nicht, keine Ahnung. Auch sollte man solche Dateien dann trotzdem nicht weitergeben. Wie bei gekaufter Musik ist es möglich, dass Informationen über den Käufer versteckt in den Dateien hinterlegt sind – auch, wenn kein Kopierschutz vorhanden ist. Sollten solche Dateien also irgendwo auftauchen, kann man immer noch herausbekommen, wer die ursprüngliche Quelle ist – jedenfalls deute ich einige Hinweise auf entspr. Händlerseiten und in diversen Foren auf diese Art und Weise.
      Ich bin der Meinung, dass die größten Hindernisse für eine weitere/schnellere Verbreitung von ebooks die Formatvielfalt, die unterschiedlichen Eigenschaften der Geräte (welches Gerät versteht welche Formate) und der Umstand mit dem Kopierschutz sind – also das nötige Adobe-Konto bzw. die Verknüpung eines oder mehrerer Geräte mit einem Adobe-Konto.
      Zumindest die Probleme mit der unterschiedlichen Formaten ließen sich mit Calibre umgehen – wenn der Kopierschutz/DRM nicht wäre.
      Dafür gibt es dann aber o.g. Plugins. Damit ist übrigens auch kein Adobe-Konto mehr nötig, man ist damit nicht mehr an einen bestimmten Händler gebunden und muß das Lesegerät nicht mit einem Adobe-Konto verknüpfen.
      Noch ein Vorteil: bei bestimmten Händerln gekaufte Bücher könnte man in ein anderes Format umwandeln und (woanders) lokal speichern – der Händler kann das Buch also nicht mehr aus der Cloud (fern-) löschen – wodurch es z.B. bei nächster Synchronisation vom Computer oder Lesegerät auch gelöscht werden würde. Man hat das Buch trotzdem noch in einem Ordner seiner Wahl bzw. auf dem Reader. Ansonsten kann z.B. folgendes passieren – denn oft erwirbt man nicht das Buch sondern nur ein Nutzungsrecht:
      http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-loescht-gekaufte-Kindle-eBooks-6887.html

      Noch erwähnen möchte ich, dass es immer wieder Formate und/oder Versuche bei Amazon geben soll, bei denen die Plugins wohl nicht wirken. Selbst bei kostenlosen Büchern bei Amazon wird dann ein Format verwendet, das man wohl (noch?) nicht umwandeln kann. Das betrifft aber vor allem die Bücher, die sonst Geld kosten, bei bestimmten Aktionen (wie meist vor Weihnachten) aber kostenlos abgegeben werden. Auch die Plugins muß man gelegentlich aktualisieren und niemand kann wohl garantieren, dass es immer so funktioniert oder funktionieren wird.
      Ein Traum wäre also der Verzicht auf DRM und damit wirklich die Möglichkeit, problemlos Formate umzuwandeln und bei verschiedenen Händlern gekaufte Bücher auf allen möglichen Geräten ohne Verrenkungen lesen zu können….

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