Kleinstaaterei

Früher gab es in Deutschland die Kleinstaaterei – lauter kleine Fürstentümer mit eigener Währung, eigenen Maßen, eigenen Gesetzen. Dass mit der Währung und den Maßen hat sich zum Glück mittlerweile geändert, bei den Gesetzen bin ich nicht ganz sicher, auf jeden Fall läßt die Zusammenarbeit der einzelnen Bundesländer aber irgendwie zu wünschen übrig. Konkretes Beispiel:ein einfacher Umzug von Berlin nach Altlandsberg. Entfernung 15-20 km – aber eben andere Bundesländer. Eigentlich nicht unbedingt ein Problem – aber da ist noch ein Kind. Und Kinder scheinen in Deutschland irgendwie immer noch problembehaftet zu sein, zumindest, wenn sie im Kindergartenalter sind. Kita-Platz in Altlandsberg (Brandenburg) anmelden, geht eigentlich nur, wenn man in Brandenburg gemeldet ist. Sowie man sich aber im Land Brandenburg anmeldet, erfährt Berlin davon (da man dort auch autom. abgemeldet wird) – und damit fällt sofort der Anspruch auf einen bzw. der Kita-Platz in Berlin weg. Den Platz in Brandenburg/Altlandsberg hat man damit aber noch lange nicht, es stehen ja meist noch mehr Leute auf der Liste und die Vergabe von Plätzen erfolgt (immer?) zum Beginn des Schuljahres. Es soll Fälle gegeben haben, da teilte man den Umgemeldeten schon 3 Tage nach der Ummeldung in Berlin mit, dass der Kitaplatz jetzt nicht mehr zur Verfügung steht. Man wohne ja jetzt in Brandenburg. Verwaltungen können also durchaus auch schnell sein… (wohl immer dann, wenn man dem Bürger was wegnehmen kann; Steuern, Kitaplätze u.ä.  😉  ).

 Irgendwie also doch noch Kleinstaaterei? Wer also gebaut hat, einen neuen Job fand oder warum auch immer das Bundesland wechselt, der steht unter Umständen wirklich vor Problemen: am neuen Wohnort ist noch kein Kita-Platz frei, der alte Kita-Platz wird einem schon weggenommen. Zumindest, wenn man in den Speckgürtel rund um Berlin zieht, könnte man den alten Platz ja eigentlich noch einige Zeit nutzen – wenn das Bundesland Berlin nichts dagegen hätte. Alternativen? Evtl nicht ummelden…? Ist wohl im Grunde ein Verstoß gegen das Meldegesetz wenn ich nicht irre.

Allerdings muss ich an dieser Stelle auch schreiben, dass man sich in Altlandsberg wohl große Mühe gab und die Angelegenheit letztlich wohl zur allgemeinen Zufriedenheit gelöst werden konnte. Insofern muss man den betreffenden Stellen ein großes Lob aussprechen für die recht unproblematische Vorgehensweise in einer Angelegenheit, bei der sich die Katze sonst in den Schwanz beißt…

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Über dischue

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