Eindruck vom Neubürgerempfang Altlandsberg

Am 15.11.2016 fand im Gutshaus Altlandsbergs ein Neubürgerempfang statt. Obwohl ich in „meinem“ Wohngebiet wohl schon zu den Einwohnern zähle, die dort am längsten wohnen, konnte ich daran teilnehmen. Ausgerichtet wurde der Empfang vom Heimatverein. Etwa 150 Neubürger sind seit dem letzten Empfang 2015 zugezogen und waren somit eingeladen. Nicht alle konnten allerdings teilnehmen. Trotz bereitgestellter Getränke war die Veranstaltung meiner Meinung nach relativ trocken.. Gut möglich, dass das daran lag, dass mir einige Punkte doch durchaus bekannt waren, einigermaßen informativ war es trotzdem. So stellte der Bürgermeister in seiner Rede ein wenig die vollbrachten Leistungen der Stadt in den letzten Jahren (weitgehend sanierter Stadtkern, Domnänenhof, Schlosskirche u.ä.) vor, verwies auf die Arbeit der Vereine und brachte weitere Zahlen und Fakten. Seitens des Heimatvereins wurde ebenfalls die Arbeit der Vereine hervorgehoben und immer wieder auf Otto von Schwerin verwiesen.   

Neubürgerempfang Altlandsberg im Gutshaus

Für mich auffällig war, dass immer wieder die käuflich zu erwerbenden Bücher (z.B. Stadtchronik) erwähnt wurden. So hatte der Neubürgerempfang für mich fast den Beigeschmack einer Verkaufsveranstaltung. Vielleicht hätte man mit einem kurzen Überblick über die Geschichte Altlandsbergs beginnen können. Also ein paar Highlights ab 1230 aufzählen.  Altlandsbergs Geschichte besteht ja aus weit mehr als nur Otto von Schwerin – auch wenn dieser als Erzieher des Großvaters des alten Fritz wohl einer der interessantesten und auch einflussreichsten Altlandsberger war.

Erfrischend kurz und knapp fand ich die Beiträge von Ravindra Gujjulla, Ortsvorsteher von Altlandsberg, und Michael Töpfer, Orstvorsteher Wegendorf. In diesen Beiträgen waren aber auch recht wenig Informationen enthalten. Herr Gujjula verwies noch darauf, dass dieser Neubürgerempfang keine Verkaufveranstaltung sein soll…. Ich war wohl nicht der Einzige, der diesen Eindruck bekam. Auch der stellvertretende Ortsvorsteher von Bruchmühle hat anschließend „seinen“ Ortsteil etwas vorgestellt.

Ein wenig erstauntes Murmeln war im Saal zu vernehmen, als z.B. berichtet wurde, wieviel Kanmeraden in der freiwilligen Feuerwehr Dienst tun. Mitgeteilt wurde ebenfalls, dass die Kinderbetreuung verbessert werden soll und an einer provisorischen Lösung zur Erweiterung der Kapazitäten des Kindergartens gearbeitet wird. Hier bleibt wohl trotzdem das Problem, das neue Kinder immer erst mit Schuljahresbeginn aufgenommen werden, eine Aufnahme zu anderen Terminen ist nicht vorgesehen.

In der Nähe der Schule soll ein Erweiterungsbau entstehen da in den vorhanden Gebäuden die Kapazitäten knapp werden. Für das Schuljahr 2017/2016 liegen wohl bereits 91 Anmeldungen für die 1. Klasse vor! Ob diese dann 3 oder 4-zügig wird entscheidet das Schulamt. Zur Zeit besuchen knapp 900 Schüler die Schule in Altlandsberg, zu meiner Zeit waren es gut 300…

Die einzige Frage seitens der Neubürger – oder eines Neubürgers – drehte sich um das leidige Thema DSL. In diesem konkreten Fall ging es um Bruchmühle. Zwar hat DNS.net dort LWL verlegt aber DNS.net sei einfach preislich zu teuer. Mag so sein, ist aber so. Es gibt hier eben keine echte Konkurrenz, da sich für die großen Netzbetreiber ein Ausbau wohl nicht wirklich lohnt.  Vielleicht bringt eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur ja wirklich was – aber ob man z.B. die Telekom wirklich zwingen kann, trotz eigenem (langsamen Kupfer-Netzt) schnellere Leitungen der Konkurrenz zu mieten…? Ich bezweifle es. Ich habe das Themasonst DSL sonst ja schon öfter hier behandelt.

Erwähnt wurde beim Neubürgerempfang auch, dass am 19.11.2016 in der Schlosskirche ab 13 Uhr der 2. Workshop zur Stadtentwicklung stattfindet. Diese Veranstaltung ist öffentlich. Ich habe den Termin im Stadtkalender gesucht – aber mal wieder nichts gefunden. Man muss unter Nachrichten suchen. Und hier wieder meine Kritik an der Webseite der Stadt: wer denkt sich sowas aus?Ein Design mit Links an 4 Stellen (links, unten, oben und rechts) ist auch weder übersichtlich noch zeitgerecht. 

Mein Fazit vom Neubürgerempfang Altlandsberg

Ob es informativ war, kann ich als Nicht-Neubürger kaum beurteilen. Von der Struktur her war es mir ein wenig zu durcheinander. Es wurden mal kurz die zahlreichen Vereine erwähnt, dann kam etwas anderes zur Sprache, anschließend wurde erwähnt, welche Sektionen z.B. der MTV hat. Nicht erwähnt wurde, was z.B. MTV (Männerturnverein) eigentlich bedeutet. Die vielen Apelle, sich einzubringen, wurden wohl durchaus gehört – aber bei dem Hin und Herr der Aufzählungen weiß man kaum, wo man da anfangen soll. Der Schwerpunkt lag mir etwas zu sehr auf Otto von Schwerin und das Schlossgut – was an verschiedenen Stellen immer wieder erwähnt wurde.  Ein paar Stichpunkte mehr hätten u.U. eine klarere Gliederung ermöglicht. Meiner Meinung nach ist das in der Regel günstiger.

Das sind – völlig subjektiv – zumindest die Punkte, die nach knapp 17 Stunden bei mir hängengeblieben sind. Und natürlich, dass junge Liebhaber gesucht werden – also für die Theatergruppe.  Interessant wäre natürlich, wie die „wirklichen“ Neubürger darüber denken. Sollte das also jemand von ihnen lesen: am besten einen Kommentar hinterlassen.

 

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Über dischue

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