Wie kommt man nach Berlin – Auto oder ÖPNV?

Die junge Stadt vor den Toren der alt-ehrwürdigen Stadt Altlandsberg ist ja mittlerweile recht groß geworden und beliebtes Ziel vieler Menschen. Die einen kommen als Touristen, die anderen fanden dort Arbeit. Wie kommt man nach Berlin? Blöde Frage, seit ich denken kann fährt etwa stündlich ein Bus zur S-Bahn und Straßen führen auch in die Hauptstadt. Aber genau da geht das Dilemma auch los. Berlin schafft es immer wieder, an allen großen Straßen in unserer Richtung gleichzeitig zu bauen. Immer, wenn es auf der Landsberger Probleme gibt und man die B1 reinfahren will, wird man auch dort von einer Baustelle überrascht.

In den letzten Wochen gab es ab Rhinstraße eine Einengung, die einen Rückstau bis zur märkischen Allee bewirkte. Zur Zeit wird auf der Brücke über die Märkische Allee gebaut., dann ein Stück weiter vor der Vulkanstraße. Auf der B1 wurde hingegen bis dieser Tage an der Kreuzung vorm Ringcenter gebaut, auch hier führte das natürlich zu Problemen. Die vielen kleinen Baustellen brauch man gar nicht mehr erwähnen.

Dann fährt man halt kurz über Pankow. Aber ätsch – hier wird am Autobahnzubringer gebaut. Am Kreuz Barnim gibt es übrigens auch eine kleine Baustelle. Man könnt fast meinen, dass man so die Leute zwingen will, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen… Um aber solchen Unterstellungen vorzubeugen, dachte sich wohl die Bahn, bauen wir doch auch im Osten Berlins. Also wird z.B. am Bahnhof Pankow-Heinersdorf gebaut. Cleverer Weise führt der Schienenersatzverkehr über den Autobahnzubringer, an dem auch gerade gebaut wird…. Sollte es tatsächlich jemanden in Berlin geben, der so etwas koordiniert???? Wird der Posten bezahlt oder macht das ein Praktikant?

Sicher muss gebaut, erneuert- ausgebessert werden. Aber muss man damit praktisch alle großen Ausfahrtsstraßen gleichzeitig blockieren? und dazu die Bahn? Kann das nicht besser koordiniert werden? Entweder auf der Landsberger bauen ODER auf der B1? Straßen ODER an der Bahn bauen? Gefühlt wird gibt es aus Berlin Richtung Ostern gerade überall Behinderungen.

Es gab im Freundeskreis auch bereits Überlegungen, mit Auto bis Seefeld zu fahren und sich dort in die Regionalbahn zu setzen. Morgens wäre das im Prinzip kein Problem. Am Nachmittag wäre das Ganze aber recht zeitaufwändig da die Bahn nur selten fährt und man somit lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Auch auf dem Weg nach Berlin wäre es immer noch umständlich genug. Der Regio von Bernau fährt nicht direkt zur Ringbahn sondern via Lichtenberg nach Ostkreuz. Das macht schon mal 30 Minuten von Seefeld aus. Das heißt: momentan fährt er ja gar nicht so: Zwischen Karow und Blankenfelde wird auch gerade gebaut…. Viele (bisherigen) Bahnfahrer fahren deshalb mit Auto, z.B. bis Pankow-Heinersdorf. Dort wird dann gern wieder vom Auto auf die Bahn umgestiegen. Dumm nur, dass dort jetzt auch überall gebaut wird – siehe oben.

Und gerade habe ich noch erfahren, das jetzt auch die U5 vorm Frankfurter Tor unterbrochen werden soll.

Mit all diesen Ideen und Varianten wäre man überhaupt erstmal (mitten) in Berlin. Viele müssen vorn dort noch weiter. Aber auch hier: Baustellen wo man auch lang will. Also wie kommt man nach Berlin? Ohne Stau oder Umleitung momentan wohl gar nicht.

Aber so weit muss man nicht schauen. Kehren wir zurück nach Altlandsberg. Der Bus fährt in etwa stündlich. Ich kenne es im Grunde nicht anders, nutze die Öffentlichen Dank eines kurzen Arbeitsweges aber nur noch sehr selten. Neu war mir, dass der Bus eigentlich nur noch bis 20 Uhr fahren würde. Das sieht der Nahverkehrsplan des Landkreises so vor. Damit der Bus Altlandsberg-Hoppegarten auch von 20 bis 22 Uhr noch fährt, hat die Stadt 2017 eine Zuschuss von 33.100,- € gezahlt. Für das erste Halbjahr 2018 wurden bereits 17000 € bewilligt. Momentan findet man diese Infos noch auf der Startseite der Stadt – aber wirklich nur dort. Ruft man den Artikel über „weiterlesen“ komplett auf, fehlt der auf der Startseite befindliche Abschnitt… (Wer macht denn sowas?)

Ein Kollege aus Wegendorf teilte mir mit, dass der Rufbus seit der letzten Fahrplanänderung kaum noch zu gebrauchen ist. Die Abfahrtzeiten wurden so (Computer-?) „optimiert“, dass man jetzt fast jede Anschlussmöglichkeit verpasst. Wird der Bus jetzt weniger genutzt, hat man wenigstens einen Grund, ihn abzuschaffen…

Und nun? Wie kommt man nach Berlin? Zum Umstieg auf Öffentliche überzeugt man so niemanden. Mit Auto nach Berlin macht auch nicht wirklich Spaß – man ist aber ein wenig flexibler. Übrigens: es gibt gerade eine online-Petition die einen kürzeren S-Bahn-Takt für die S5 bis Strausberg fordert. Wer derselben Meinung ist, sollte dort mitmachen.

Nun gibt es ja neue „Planungen“ für eine bessere Verkehrsanbindung. Dafür wurden „Koridore“ als Schwerpunkte ausgewählt. nachzulesen hier, hier und hier. Die Korridore liegen aber alle nördlich, westlich und südlich Berlins – kein Korridor Richtung Osten. also keine Verbesserung Richtung Bernau, Strausberg… Und selbst wenn – die Mühlen mahlen irgendwie recht langsam, Studien, Vorplanungen, Planungen. Bis sich wirklich etwas verbessert wird es wohl noch dauern.

 

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Über dischue

„Chef“ dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben… ;-)

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