Straßenbau und Umgehungsstrasse Altlandsberg L33

Vor einigen Wochen wurde ja die Neuenhagener Chaussee ab Umgehungsstrasse Altlandsberg erneuert. Das war mit einer mehrwöchigen Vollsperrung verbunden. Die obere Asphaltschicht wurde abgefräßt, dann neuer Asphalt aufgebracht. Die Erneuerung der L33 sollte hingegen nur wenig Tage dauern – aber so

sieht die Straße auch aus. Mit anderen Worten: die L33 ist mittlerweile eine Katastrophe und sieht schlimmer aus, als vorher. Hier wurde auch völlig anders gearbeitet, als bei der Neuenhagener Chaussee. Bei der Umgehungsstrasse Altlandsberg wurde lediglich „Kleber“ aufgebracht und die Straße dann mit Rollsplitt überschüttet. Rollsplitt liegt immer noch genügend auf der Straße.

….aus dem Märker

Der Zustand ist natürlich auch anderen aufgefallen. So finden sich im Märker doch einige Meldungen zu diesem Thema, z.B. hier. Ein Kollege hat mich auf die Meldungen im Märker gebracht. Ein besondere Meldung (ID: 98117) möchte ich hier gern zitieren:

Aktuell wird eine Oberflächenbehandlung mit einfacher Abstreuung auf der L33 ausgeführt. Oberflächenbehandlungen sind nur für Straßen der Bauklasse IV bis VI geeignet. Die L33 ist jedoch mind. eine Bauklasse III, nach RSTO 12 BK3,2. Eine solche Maßnahme ist daher wirtschaftlich schwer vertretbar. Nimmt der Straßenbaulastträger seine Verantwortung für die ihm überlassene Infrastruktur ausreichend wahr? Es gibt ja auch einen besonderen Grund warum Oberflächenbehandlungen nach ZTV BEA ausschließlich für die Bauklasse IV bis VI empfohlen sind. Geht möglicherweise von der jetzt durchgeführten OB sogar eine Gefahr für den Verkehrsteilnehmer aus? Weiter dürfte der ausführende Unternehmer ein Hintertürchen bezüglich der Verjährungsfrist für Mängelansprüche haben; auch das ist haushälterisch problematisch.

aus dem Märker https://maerker.brandenburg.de/bb/altlandsberg?_kat=19&id=188&_vt=&_id=&skip=25 ID: 98117

Ob die hier getroffenen Aussagen so stimmen, kann ich nicht beurteilen, ich habe nur etwas zu den Belastungsklassen bzw Bauklassen bei Wikipedia gefunden. Demzufolge wäre die L33 wohl tatsächlich Bauklasse 1 oder 2 oder SV.

Der jetzige Zustand ist jedenfalls katastrophal: immer noch Unmengen an Rollsplitt liegen herum. Vor den Ampelkreuzungen haben sich durch das Abbremsen und Anfahren Löcher in der „neuen Oberfläche“ gebildet. Ohne diese „Reparatur“ wäre die Umgehungsstrasse Altlandsberg jedenfalls besser dran.

Die Methode, Rollsplitt auf die Straße zu „kleben“ hielt ich 2014 schon für recht zweifelhaft. Zumindest, wenn der Unterbau schon schadhaft ist. Auf einigen Landstraße scheint es gut funktioniert zu haben. In einigen Anwohnerstraßen hatt man aber auch bei aufgerissenen Straßenbelag nur „Kleber“ und Rollsplitt aufgebracht.

…ein paar Gerüchte

Apropos Straßen: es gibt immer noch Gerüchte, dass Straße von Buchholz nach Wegendorf neu gemacht werden muss da sonst Fördermittel verfallen. Außerdem haben Bekannte in der Kleingartenkolonie Neu-Hönow Post vom Vereinsvorstand erhalten, der sie auf einen Straßenbau nach von Altlandsberg nach Wegendorf über Neu-Hönow vorbereiten soll. Leider habe ich keine Kopie davon.

Das sind bisher recht unkonkrete Aussagen und wohl eher in den Bereich „Gerücht“ zu verorten. Vor-Studien zum Straßenbau nach Wegendorf via Neu-Hönow oder über Altlandsberg Nord und Steinau gab es schon vor vielen Jahren. Soweit ich mich erinnere, ging es dabei nicht um eine voll ausgebaute, asphaltierte Straße. Es ging eher um Varianten mit 2 Fahrspuren und Rasengittersteinen und ähnlichem. Selbst das wäre für Neu-Hönow schon ein Fortschritt und würd eine „Rennstrecke“ , wie ich sie bei Asphaltierung befürchten würde, verhindern.

Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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