Besuch in Wesendahl, auch im Tierheim

Bei einer meiner Radtouren kam ich vor einiger Zeit durch Wesendahl und befand, dass sich bei Gelegenheit ein etwas längerer Besuch in Wesendahl lohnen könnte. Vor ein paar Tagen war es dann so weit, es war zwar schon Herbst und mittlerweile gab es auch Frost – aber an diesem Tag herrschte bei frostigen Temperaturen strahlender Sonnenschein.

In Wesendahl bog ich Richtung Tierheim ab – denn in diese Richtung sollte es gehen. Man kommt zunächst an Koppeln und der Pferdetränke (Sommer-Lokal) vorbei, fährt dann einen gepflasterten Weg entlang. Etwa 500 m vor dem Tierheim lichtet sich der Wald, am linken Wegesrand fallen 2 Holzstatuen ins Auge. Direkt danach ist man aus dem Wald heraus. Rechts eine große Wiese bzw. ein Feld, links ein paar Anwesen und ein Irrgarten.   Bevor es für die letzten 200m wieder etwas in den Wald geht, passiert man rechts noch einen kleinen Spielplatz. Immer wieder trifft man auf Holzskulpturen neben dem Weg.

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Noch vor dem Tierheim

Wer sich die Mühe macht und hier schon kurz aussteigt, der findet in der Nähe der ersten Holzskulptur (Teufel) eine Art Naturlehrpfad. Dort im Wald wurden einige Hochbeete angelegt, steht ein Insektenhotel und findet man immer wieder verschiedene Nistkästen. Um diese Jahreszeit sieht das Gelände aber leider etwas verwahrlost aus. Ob es nur an der Jahreszeit liegt oder es auch an Pflege mangelt oder der Vandalismus zu stark ist…evtl eine Mischung aus allem. Hinzu kommt: im November wächst wirklich nicht mehr viel, genauer: Nichts

Auch der Irrgarten ist im November nur in Braun- und Grautönen gehalten. Er ist nicht all zu groß, die Pflanzen reichen einem Erwachsenen etwa bis über die Hüfte. Zumindest als Erwachsener hat man einen guten Überblick und man gelangt innerhalb kürzester Zeit ins Zentrum – oder wieder zurück.

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Wenn man schon zu Besuch in Wesendahl ist, dann kann man auch gleich dem Tierheim einen Besuch abstatten. Es sind von hier nur noch 200m. Ich suche momentan kein Haustier, mich trieb einfach die Neugier. An jenem Tag herrschte reger Besucherverkehr und offenbar nutzen einige auch die Möglichkeit, mit ein paar Hunden spazieren zu gehen. Bezeichnender Weise waren es ein paar winzige Hunde (Chihuahua?) die dabei den größten Radau machten.

Im Tierheim

Das Tierheim selbst macht im Eingangsbereich eher den Eindruck eines kleinen Heimat-Zoos. Links Ziegen, Hühner, Enten, Tauben, Pfauen…Rechts ein paar Hütten mit Info-Tafeln oder Geschichten zu einzelnen Tieren, eine Pferdekoppel. Hier findet man die ersten Hundezwinger. Zwischendurch immer wieder Katzen. Das ganze macht einen ordentlichen Eindruck, alles ist liebevoll gestaltet, wenn auch das eine oder andere nicht mehr so ganz in Schuß ist. Beim Hauptgebäude findet man ein paar Stallungen für kleine und große Nager, im Gebäude richtig viele Wellensittiche, ein paar Papageien und exotischere Tiere wie Achat-Schnecken oder Stinktiere. Am Hauptgebäude selbst befinden sich auch noch einige Unterkünfte für Hunde – alle voll belegt.

Scheinbar (und lt. Eigendarstellung, hier die Webseite) helfen hier viele Jugendliche (und) Freiwillige.

Liest man sich einige Geschichten zu den Tieren durch, da kann man schon die Faust ballen darüber, was Menschen den Tieren so antun können. Dummer Weise können Tiere auch im Tierheim landen, obwohl es der Besitzer nicht will UND obwohl er oder sie die Tiere gut behandelt. Dazu genügt u.U. ein Umzug von Berlin nach Brandenburg. Während z.B. die Haltung von Pitt Bulls in Berlin erlaubt ist, steht diese Rasse in Brandenburg auf der Liste generell verbotener Rassen. Diese Rassen dürfen in Brandenburg nicht gehalten werden und können somit auch nicht vermittelt werden. Wieder mal Kleinstaaterei, die das Leben nicht gerade leichter macht….

Nebenbei bemerkt:

ich mag Hunde, ich bin mit Hunden groß geworden. Bei meinen Eltern gab es in der Zeit, in der ich aufwuchs (nacheinander) 6 Hunde. Trotzdem fehlt mir so ziemlich jedes Verständnis dafür, wenn Hundebesitzer ihre Hunde vor anderer Leute Grundstück ihr großes Geschäft verrichten lassen. Von keinem Punkt des Wohngebietes ist es weiter als 180m bis zum nächsten Feldrand. Wenn das für manchen Hundebesitzer zu weit ist, dann tut es mir für den Hund schon leid. Hauptsache der Hund mach nicht aufs eigene Grundstück, bei anderen ist es ja egal – scheinbar eine ähnliche Gedankenlosigkeit, wie beim Thema Tempo-30-Zone hier. Ich dachte ja, dass man in Nähe von Feldern und wiesen auf die Hunde-Kotbeutel verzichten kann, da habe ich wohl zuviel gehofft.

Zurück zum Besuch in Wesendahl

Wer auf er Suche nach einem Haustier ist, kann sich ruhig erst im Tierheim umschauen, mit Hunden auch mal spazieren gehen – selbst wenn man ihn generell nicht mit nach Hause nehmen möchte. Aufgedrängt bekommt man dort nichts. Im Gegenteil, mir ist ein Fall bekannt, wo man einen Hund nicht an eine Person vermitteln wollte, da die Person und die Lebensumstände einfach nicht geeignet sind. Der Hunde wäre die meiste Zeit allein in einer kleinen Wohnung, der potentielle Besitzer unregelmäßige und lange Arbeitszeiten. Auch wenn so eine Nachricht nicht gerade erfreulich für den Interessenten ist: für das Tier ist es so evtl doch besser….

Soviel zum Tierheim, damit muss der Besuch in Wesendahl allerdings nicht beendet sein. Ganz in der Nähe gelangt man zum Fängersee und zur Wesendahler Mühle, eine alte Wassermühle, die leider seit vielen Jahren still steht und langsam verfällt.  Wer viel Zeit mitbringt, kann den Fängersee auch umrunden (evtl mit Hund aus dem Tierheim?) – und gelangt so auch bis Spitzmühle bzw. den Bötzsee.

Auf der Rücktour in den Ort kann man bei Reiterhöfen vorbei schauen, der Dorfkirche noch einen Besuch abstatten oder beim Obsthandel den Hofladen besuchen. Möglichkeiten gibt es einige….

 

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Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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