(K)ein Ende der SMS?

so ähnlich titelte der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Ist momentan evtl. etwas hergeholt – könnte sich über die Zeit als wahr erweisen. Grund für diese Annahme des Spiegels ist eine App für iPhone – so der Spiegel.- Die App mit Namen Whatsapp gibt es aber nicht nur fürs iPhone sondern auch für Android und Symbian. Und auch vorher konnte man übers Handy schon kostenlos kommunizieren, es gibt seit Jahren z.B. fring, Skype u.v.m. – alles Möglichkeiten, direkt zu kommunizieren. Daneben natürlich Twitter – wo „alle“ mitlesen können.

Wirklich Neues gibt es also nicht. Aber man füllt halt auch beim Spiegel seine Seiten und wenn man schreibt, dass es für’s iPhone ist, macht es gleich noch mehr Eindruck…  😉  Wenn es etwas Neues gibt, dann evtl. die Tatsache, dass z.B. Whatsapp eben für verschiedene Systeme erhältlich ist. Ich muß also nicht schauen, welches Handy haben Freunde und Bekannte – das spielt keine Rolle.  Aber selbst das gab es meiner Meinung nach schon vorher. Wahrscheinlich rückt es jetzt mehr ins Bewusstsein – da z.B. auch Samsung an „Chaton“ arbeitet (momentan nur für Android). Die Internet-Flats werden immer günstiger und was liegt da näher, als am Handy Smartphone auch Messanger zu nutzen, wie am PC? Laufen aber ca. 90% der Computer mit Windows, so gibt es mobile viel mehr Varianten (Blackberry, Andoid, iOS, Symbian, Palm). Wenn man überlegt, was eine SMS, z.B. im Vergleich zu einer Gesprächsminute, kostet, so wäre es nur logisch, in Zukunft via Messanger zu schreiben.

Ein Grund, der evtl. dagegen spricht: ein ständig mitlaufendes Programm verkürzt natürlich die Akku-Laufzeit. Dem kann man etwas z.B. mit autom. Profilen gegensteuern (auf Arbeit, in Schule oder Nachts Programm autom. ausschalten lassen – geht aber nicht über Whatsapp selbst). Ein weiterer Grund, der meiner Meinung nach nie genügend berücksichtigt wird: nicht jeder hat oder will ein Smartphone und/oder einen Internet-Tarif. Viele wollen nur telefonieren und gelegentlich eine SMS schreiben – und kommen damit auch bei ihrer Nutzung günstiger über die Runden, als mit einer Internet-Flat. Aber an diese Zielgruppe denkt ja niemand mehr. Smartphone und Internet-Flat werden von vielen praktisch schon als selbstverständlich und normal angenommen. Viele Technikbegeisterte übertragen ihr Nutzungsverhalten einfach auf andere, ich würde behaupten, dass 50% der Handy-Nutzer eine SMS (noch) genügt. Geht man aber davon aus, dass die Hardcore-SMS-Schreiber eher zu den Flatrate-Nutzern gehören, dann kann es schon sein, dass die Telefongesellschaften bald ihre Felle bzw. ihren Gewinn davon schwimmen sehen. SMS soll (bisher) eine erträgliche Einnahmequelle sein – kein Wunder bei den Preisen. Schreiben nur noch wenige und/oder selten eine SMS, dann wird der Ertrag daraus stark sinken.

Bei Whatsapp im Speziellen scheint man sich übrigens noch nicht so ganz auf ein Finanzierungsmodell geeinigt zu haben. So kostete die App selbst vor kurzem fürs iPhone noch 0,79 €, für Nokias Symbian 3 – Gerät fast 2 €. Momentan gibt es die Apps kostenlos. Bei Nokia war gestern in der installierten App aber noch zu lesen, dass der Testzeitraum 10/2012 endet. Mal sehen, was letztlich rauskommt.

2 Klicks für mehr Sicherheit: der 1. Klick aktiviert die Buttons (schon dabei werden Daten übertragen) der 2. Klick ermöglicht das Empfehlen, Twittern usw.

Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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