Altlandsberg: Arno Jaeschke stellt klar

Heute schon in den Briefkasten geschaut? Zumindest in meiner Gegend wurde heute ein Flyer verteilt (6-seitig plus Extra-Einleger), in dem unser zur Abwahl stehender Bürgermeister von Altlandsberg Arno Jaeschke detailliert auf einige Vorwürfe antwortet, die gegen ihn erhoben werden.  Da ich hier schon mal etwas geschrieben habe, biete ich hier mal einen kleinen, unvollständigen Überblick über Jaeschkes Argumente. Auch, wer eine vorgefasste Meinung gegen den Bürgermeister hat, sollte sich das mal durchlesen – schließlich geht es um unsere Verwaltung und unser Geld.

So führt Arno Jaeschke aus, dass u.a. von seinem Amtsvorgänger vergebenen Kredite rechtswidrig sind, wodurch der Stadt erhebliche Verluste entstehen, da der jetzige Kreditnehmer diesen seit Jahren nicht mehr bedient. Vom Vorgänger Andruleit  wurden die ausstehenden Gelder – ohne die Stadtverordneten zu konsultieren – niedergeschlagen. Weiter führt er aus, dass vom Bürger erhobenen Gebühren und Beiträge überhaupt nicht kalkuliert, sondern eher geschätzt wurden sowie viele Satzungen unwirksam sind – alles festgestellt, durch eine von ihm geschaffene Stelle „Justiziarin/Rechtsangelegenheiten“. Diese z.T. lange zurückreichenden Angelegenheiten aufzuarbeiten, kostet viel Kraft und Zeit und dazu, dass andere Angelegenheit nicht so schnell bearbeitet werden, wie es angemessen wäre. Kurzum: er führt aus, das er erst mal die „dubiosen Hinterlassenschaften“ seines Vorgängers aufräumen muss.

Weiter erklärt er, dass einige Verzögerungen bei Projekten z.B. in fehlenden Standorte begründet sind – diese wurden vom zuständigen Ortsbeirat lange zeit nicht mitgeteilt. Weiter bemängelt Jaeschke, dass der von den Abwahlbefürwortern teilweise veröffentlichte Mailverkehr manipuliert sei und dass z.B. einen nachweislich falscher Aktenvermerk von einer Mitarbeiterin angelegt wurde, die mit der Internetseite der Abwahlbefürworter in Verbindung steht.

Auch wenn es ja Mode ist, immer Contra zu sein (in diesem Fall wohl gegen den Bürgermeister) so sollte man sich die Argumente von Arno Jaeschke ansehen und vielleicht nicht „nur aus dem Bauch heraus“ sein Kreuz bei der Abwahl machen. Wie es um den Wahrheitsgehalt der Aussagen von Arno Jaeschke steht, kann ich nicht beurteilen . Allerdings kann ich auch nicht beurteilen, in wie weit die Abwahlbefürworter Recht haben – oder was da im Rathaus tatsächlich hinter den Kulissen abläuft.

Update: die Sache wird immer verworrener  – deshalb hier ein weiterer Eindruck von mir.

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Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

4 Gedanken zu „Altlandsberg: Arno Jaeschke stellt klar

  1. Warum wird der neuer Wunschkandidat der SVV nicht bekannt gegeben ???
    Soll dem Wähler die Zeit genommen werden sich zu informieren ??
    Getreu dem Motto „Friss oder Stirb „

    1. Tja, diese Frage wäre an die Abwahlbefürworter zu stellen…. Sollte der Kandidat nicht in der letzten Woche vor der Abstimmung vorgestellt werden? Wie geht es im Falle einer Abwahl überhaupt weiter? Kommissarisch (von den Abwahlbefürwortern eingesetzter Bürgermeister bis… Neuwahltermin? Das wären auch noch Fragen, deren Antwort mich interessieren würde.

  2. Viele Antworten auf Ihre Fragen können Sie mit etwas Ausdauer auf unserer Internetseite http://www.abwahl-jaeschke.de nachlesen.

    Zu dem „manipulierten E-Mail Verkehr“ haben wir dort Stellung bezogen.
    Uns ist eben nur eine Email zur Kenntnis gekommen.

    Frau Rohmann hat sich dann aber sehr ausführlich dazu geäußert, warum sie dem BM abspricht, dass er irgendwelche Verdienste zu feiern hat.

    Hier nachzulesen: http://www.abwahl-arno-jaeschke.de/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=52&cntnt01lang=de_DE&cntnt01pagelimit=10&cntnt01returnid=61

    Und ein zweiter Punkt: Wie soll ein „nachweislich falscher Aktenvermerk“ denn die Grundlage für seine Nötigung zum Rechtsbruch werden?

    Der Ausgangspunkt war, dass ihm in unserem Flyer die Nötigung zu einem Rechtsbruch vorgeworfen wurde und er beantwortet die damit, dass er „sich nur vorstellen kann, dass dieses oder jenes“ gemeint sei. Um den Aktenvermerk den er beschrieben hat, geht es bei der Nötigung natürlich nicht.

    Aber mal eine Frage von mir. Wieso redet ein 4,5 Jahre im Amt befindlicher Bürgermeister immer noch von Altlasten. Er ist doch selbst schon eine.

    Hat die Stadt Altlandsberg, außer jetzt mit Herrn Jaeschke, irgendwann einmal derart unpopulär in der Öffentlichkeit gestanden, mit derart schmutzigen Kampagnen.

    Lag das wirklich daran, dass sich der Filz vorher einig war und jetzt der Saubermann Jaeschke alles ändern will?

    Wenn der Verlust an Verwaltungsmitarbeitern in seiner Zeit auf normale Fluktuation zurückzuführen wäre, gebe es darum keine Aufregung. Er kann ja mal seinen Vorgänger darüber reden, wieviele Mitarbeiter bei ihm in seiner Zeit als Amtsdirektor und Bürgermeister fluktuiert sind.

    Wenn es stimmt, dass die Stadt Schulden eintreiben müsste, warum hat er es dann bis zum Februar dieses Jahres nicht getan?

    Wenn man wissen will, warum Herr Jaeschke so vehement um seinen Arbeitsplatz kämpft, muss man sich mal mit dem Beamtenrecht und der Besoldung nach einer Abwahl beschäftigen.

    Er weiss ganz genau, dass es keine Zusammenarbeit mehr mit seinen Arbeitgebern geben wird, dass sind nämlich die 14 von 17 der „vereinzelnen Stadtverordneten“ die die Abwahl vorantreiben.

    Und dann bekommt er nach 4,5 Jahren eben keine lebenslange Pensionszahlung, die wir für ihn aufbringen müssen, aber mit 5 Jahren schon.

    Deshalb setzt er alles daran, bis zum Ende des Jahre durchzuhalten.

    1. Hallo und vielen Dank für den Kommentar! Ihre Internet-Seite habe ich bereits besucht und werde es auch noch öfter tun, in dem Versuch, mir ein Bild zu machen. Allerdings werde ich ebenfalls die Seite des Bürgermeisters aufsuchen… 😉

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