Synology-Apps für WP8

Heut geht es wieder um Apps für Windows Phone 8, genauer um Apps von Synology zum Steuern der NAS aus gleichem Haus. Für die, die es nicht kennen: ein NAS ist  ein kleiner oder großer Speicher, auf den übers Heimnetzwerk zugegriffen werden kann. Es gibt Modelle mit 1 Festplatte bis zu x Festplatten. So können z.B. alle Rechner im Haus Bilder von diesem Speicher ansehen oder Musik davon hören. Heutzutage gilt das aber nicht nur für PC sondern auch für Fernseher oder Stereoanlagen mit Netzwerkanschluss.  Es muß also kein PC an sein – das NAS läuft immer. Keine Sorge, zum einen ist es sehr sparsam im Stromverbrauch und wenn keiner drauf zugreift geht es außerdem in den Tiefschlaf. Wird allerdings auf das Netzwerk zugegriffen, wacht es schnell wieder auf. Man kann dann eben mit Stereoanlage oder Fernseher oder eben mit dem Handy auf das NAS zugreifen. Der Zugriff erfolgt über den Router per Netzwerkkabel oder WLAN. Die hier kurz erwähnten Apps passen nur zu Synology-NAS und sind kostenlos. Ich fange mal mit DS Audio an. DS steht in diesem Fall nur für „Disk Station“ – die Modellbezeichnung für die NAS von Synology. Was kann die App nun? Eigentlich dient sie (mir) vor allem als Fernbedienung für das NAS bzw. für ein Programm auf dem NAS: Audio Station. Das ist der Musikplayer auf dem NAS, der die Musik zu einem angeschlossenen Gerät sendet. Bei dem Gerät kann es sich um die Stereoanlage, einen WLAN-Lautsprecher, den Fernseher oder das Handy selbst handeln. Die Musik auf dem NAS wird mittels Audio Station über die Lautsprecher des angeschlossenen Gerätes wieder gegeben. Einziger Knackpunkt: das betreffende Geräte muß das natürlich unterstützen. Mein TV und meine Stereoanlage werden trotz Netzwerkanschluss nicht erkannt. Ob das am NAS liegt oder an diesen Geräten kann ich nicht sagen. Ich habe da auch nicht weiter gesucht da 1 Gerät bei mir erkannt wird – mein WDTV live. Das genügt mir.

Die App dient wie gesagt vor allem als Fernsteuerung: Beim erstmaligen Start sind die Netzwerkdaten einzugeben, dei IP wird eigentlich automatisch erkannt, zwar nicht auf dem Startscreen der App aber wenn man mal weiter schaut, muß man nur einmal auf das (hoffentlich) angezeigte eigene Netzwerk touchen. Dann das Konto und Kennwort für das NAS eingeben. Also wirklich die NAS-Daten, nicht das Kennwort für das Netzwerk (Im eigenen Netzwerk sollte man praktisch schon über das Handy selbst eingeloggt sein)

Anschließen kann man Musik nach Ordner, Interpret, Album o.ä. auswählen. Ich wähle einfach die „100“  die Audio Station auf dem NAS stellt völlig zufällig 100 Titel zusammen und spielt diese dann ab. Da merkt man dann, was man eigentlich für Musik hat und hört dann auch mal Titel, die man sonst nie gewählt, nicht mal dran gedacht hätte.

Über das Handy kann man dann Wiedergabe-Modi einstellen (Zufall, Reihenfolge, Wiederholen, überblenden) und die Lautstärke. Wenn vorhanden sieht man am Handy das Cover, wenn in der  Audio Station aktiviert und im Internet vorhanden, wird der Songtext auf dem Handy angezeigt, Außerdem natürlich abgelaufene und verbleibende Zeit. Erfolgt die Wiedergabe über einen Fernseher, so werden diese Dinge u.U. auch dort angezeigt (variiert evtl je Gerät). Außerdem seiht man auf dem Handy die Auflistung der gewählten Titel und man kann die Wiedergabe eben steuern: Start, Stopp, vor- oder zurück springen, Pause. Das Ganze läuft vom Handy aus über WLAN, die Wiedergabe wie erwähnt in Abhängigkeit vom Anschluß des jeweiligen Wiedergabegerätes. Für mich überraschend: es scheint sich nicht merklich auf den Stromverbrauch auszuwirken. auch nach 4 Stunden Nutzung sank die Batteriekapazität nicht stärker als ohne diese Nutzung von DS Audio. Bei näherer Betrachtung aber fast logisch: das Abspielen selbst erfolgt über das NAS bzw, die Audio Station auf dem NAS selbst. Nur in dem Moment, in dem man z.B. ständig den Songtext auf dem Handy im Blick  haben will oder wirklich über das Handy etwas verstellt wird (mehr) Energie benötigt.

Man kann das Handy nicht nur als Fernsteuerung nutzen sondern Musik auch direkt über das Handy wiedergeben, als Player in den Einstellungen ist dann eben nur das Handy zu wählen.

Bei mir läuft diese App seit einigen Tagen ohne Probleme. Auffällig: beim vor- oder zurückspringen tritt doch eine Zeitverzögerung von ca. 2-3 Sekunden auf, bei normaler Wiedergabe merkt man nichts. Ist der Zugriff vom Internet auf das Heimnetz möglich, sol es möglich sein, auch von fern die eigenen Muski zu hören – praktisch wie Internetradio. Das geht allerdings auf den Datentarif des Handys, getestet habe ich diese Funktionen nicht.

Ebenfalls nur für Synology-NAS sind die Apps DS File und DS Photo+. Wie die Namen schon vermuten lassen, hat man mit DS Fils Zugriff auf das NAS und kann damit Zugriff auf die Ordnerstruktur und Dateien auf dem NAS. Man kann Dateien verschieben, Musik auch abspielen,  Aufgaben verwalten. Von NAS auf Handy kopieren kann man scheinbar nicht . Wahrscheinlich läßt WP8 das nicht zu – aber da ist nur meine Vermutung . DS Photo+ macht mit Photos praktisch das, was DS Audio mit Musik macht: auf einem anderen Gerät oder dem Handy zur Anzeige bringen.
Obwohl praktisch identisch aufgebaut wie DS Audio hatte ich bei DS File und DS Photo+ doch einige Probleme, eine Verbindung herzustellen, Zwar wurden Netzwerk und IP korrekt erkannt – aber ein Verbindung wollte nicht klappten – bis es beim x-ten Versuch funktioniert hat.

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Über dischue

„Chef“ dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben… ;-)

2 Gedanken zu „Synology-Apps für WP8

  1. Hallo dischue!

    Schöner Beitrag oben. Ein Thema (NAS), mit dem ich mich demnächst auch etwas näher beschäftigen nüßte.

    Wie ich ja schrieb, ist mein Netbbook kaputtgegangen., und als Ersatzgerät möchte ich mir ja nun doch ein Windows8(.1)-tablet zulegen.
    Da diese Geräte naturgemäß wenig Speicherplatz bieten, ich das Teil aber auch zuhause nutzen möchte (zum Video/Bilder schauen, Musik hören usw.), ohne vorher lange Daten zu kopieren, ist so ein NAS natürlich eine gute Lösung.
    Wie gesagt, ich muß mich demnächst mit dem Thema mal befassen (es fehlt mir momentan etwas an Zeit, deshalb hab ich mich auch so lange nicht mehr gemeldet).

    Ob ich “mein“ tablet zu Weihnachten habe, ist noch fraglich. Ich habe mich da mittlerweile für das Toshiba Encore mit 64GB entschieden (Toshiba Encore WT8-A-103). Man kann es seit einiger Zeit vorbestellen, und die Auslieferung sollte am 5. Dezember beginnen. Soweit ich weiss ist dies aber nicht der Fall.
    Ich habe das Gerät allerdings nicht bestellt. Ich möchte das Gerät (Toshiba plus die Konkurrenzmodelle) nämlich vorher “in echt“ in der Hand halten. Ich warte deshalb, bis die Geräte in den Geschäften (z.B. Media Markt, örtlicher PC-shop) verfügbar sind und werde dann auch in diesem Geschäft kaufen (auch wenn es etwas teurer sein sollte).

    Je nachdem wann ich die tablets anschauen/anfühlen kann, und ob ich dann beim Toshiba bleibe (das Toshiba hat zwei Vorteile: HDMI-Anschluß und es werden SDHX-Speicherkarten unterstützt), kann es auch sein das ich abwarte was andere Hersteller zur CES ankündigen.

    Ich bin nämlich der Meinung, daß diese 8Zoll tablets mit Windows8.1 (zwischen 300-400€) der große Renner werden.

    1. So ein NAS kann ich nur empfehlen. Die von Synology sollen zwar nicht die billigsten sein – aber es gibt auch für ältere Modelle immer noch regelmäßig Updates.
      Einen Vergleich zu anderen Herstellern habe ich nicht – aber mit dem Synology kommt man schon gut klar. Auch der Zugriff via Internet ist möglich – ich nutze das NAS aber nur lokal ohne Zugriff von außen. Die Bedienung/Einstellung erfolgt über den Browser oder eben über Apps für Tabletts oder Smartphones. Ein Ordner oder Dateizugriff ist auch über Filemanager/Dateiexplorer möglich.
      Wenn man die eigenen Dateien einer Windows-Installation auf das NAS umbiegt, hat man auf allen Geräten den gleichen Stand (PC, Notebook, Smartphone – je nachdem, was die Geräte auch können).
      Darüber hinaus oder anstatt genügt (vor allem für große Sammlungen) auch eine gelegentliche Synchronisation mittels entspr. Tools wie dirsync oder robocopy+YARCGUi) Insgesamt bin ich bisher doch sehr zufrieden.

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