Rund um Altlandsberg 2-2014

Das Nordfest 2014 liegt hinter uns, als nächstes (und letztes größeres) Ereignis findet am 6. September 2014 das Vogelscheuchenfest mit den offenen Höfen statt. Dann Winterfestmachung, Wasserpumen abbauen, Fahrrad einmotten… 😉

Ganz so weit ist es ja zum Glück noch nicht. Das Vogelscheuchenfest dürfte wieder einen Ausflug wert sein, vor allem die offenen Höfe. Ich war zwar nicht jedes Mal aber ab und zu dort – und war immer wieder erstaunt, wie groß manche Höfe eigentlich sind (vor allem die an der westlichen Stadtmauer) und wie toll viele gestaltet sind. Wer nur schnell durch die Stadt fährt, würde so etwas kaum erwarten wage ich zu vermuten. Hier in der Galerie ein paar Fotos aus 2011.

Was gibt es sonst Neues? Nun, Neues vielleicht nicht unbedingt – aber es tut sich eben einiges. Endlich wird die Verbindungsstraße Wegendorf – Werneuchen erneuert wie Bigben schon in diesem Beitrag ausführte.  Zeit wird es. Es scheint mit Wegendorf irgendwie alles ein wenig länger zu dauern. Vor Jahren der Hickhack um die Ortsdurchführung (wenn ich nicht irre, gab es auch ein Angebot von City-Haus), dann die DSL-Anbindung (mit dem wieder abgesprungenen 1. Anbieter, der eine Funklösung anbieten wollte) Nun endlich die Verbindungsstraße, die war ja nur noch ein Flickenteppich, wie man ihn heutzutage selten findet. Wie ich gehört habe, ist die Straße wohl schon fast fertig, die Deckschicht soll drauf sein, die Bankette fehlen wohl noch (Stand 02.09.2014).

Auch die kleine Siedlung im „Scheunenviertel“ bekommt endlich richtige Straßen – zumindest sieht es danach aus, wenn sich da in den letzten Tagen auch nicht viel getan hat – so jedenfalls mein Eindruck beim Vorbeifahren. Hier gab es ja ebenfalls Ärger, ich erinnere nur an den Versuch, den Bürgermeister abzuwählen, die gegenseitigen Vorwürfe, die u.a. mit dem Wohngebiet dort zusammen hingen – soweit ich mich entsinne.

Bei einer Fahrt über den Gutshof ist mir schon vor einigen Tagen aufgefallen, dass das alte Brauhaus schon recht gut ausschaut. Ich habe letztens erst gehört, dass es früher auch ein Brennhaus gewesen sein soll. Angeblich war mein Großvater gelegentlich dabei, wenn der Hochprozentige Richtung Berlin gefahren wurde. Aber wie das mit Gerüchten so ist – es kann auch ganz anders gewesen sein…. Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal geschaut, ob der Scheinwerfer, der das Gutshaus anstrahlt (Gutshofseite, am Baum gegenüber Haupteingang), endlich repariert wurde. Der war schon seit Monaten defekt, nur mit Folie abgedeckt. Wie es aussieht, wurde er aber komplett abgebaut, kein Scheinwerfer mehr zu sehen. Waren die Stromkosten zu hoch? Oder ist er jetzt versenkbar? Da ist eine Art Gußdeckel zu sehen, der mir vorher nie auffiel. Sollte er weg sein – schade eigentlich. Gerade, wenn des Brauhaus fertig ist und vielleicht mehr/öfter Betrieb auf dem Gutshofgelände wäre, hätte sich das bestimmt gut gemacht.

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Gutshaus Altlandsberg im Morgengrauen

Vielleicht tut sich ja noch was – völlig im Dunkeln kann man das Gelände eigentlich nicht lassen, wenn das Brauhaus tatsächlich als Lokal genutzt wird.

 

 

 

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Über dischue

„Chef“ dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben… ;-)

7 Gedanken zu „Rund um Altlandsberg 2-2014

  1. sehe ich ähnlich. Deswegen auch meine Kritik am Projekt. Einige werden sich schon durch die Subventionen gesund stoßen. Gut ist, dass die Substanz der historischen Bauten erhalten bleibt. Ich glaube die Betriebskosten beim Gutshaus liegen bei ca. 70.000 Euro pro Jahr. Kann aber jeder im Haushalt der Stadt selbst nachlesen . Und wirkliche Nutzer (Bibliothek und Vereine etc.)für das Objekt, die diese Kosten tragen, gibt es derzeit nicht.

  2. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass erst gebaut wird und währenddessen wird versucht die Projektkosten durch Fördermittel zu erhalten. Jedoch muss auch beachtet werden, dass immer Eigenmittel (ca. 20%) aufgebracht werden müssen, die den Haushalt der Stadt mittlerweile an seine Grenzen bringt. Eine Darlehensaufnahme ist geplant, die Option eines Kassenkredites in Höhe von 4 Mio. Euro ist schon vorhanden. Die Wirtschaftlichkeit des Projektes kann ich nicht beurteilen. Dafür ist es wirklich notwendig die Massen nach Altlandsberg zu locken. Und wenn ich die ÖPNV so sehe … . Zum Locken soll ja auch der Irrgarten und der Bürgeracker (gleich um die Ecke)

    http://ratsinfo-online.net/altlandsberg-bi/vo020.asp?VOLFDNR=51#searchword

    herhalten.

    Selbiges Problem gab es auch beim Gutshaus, welches mittlerweile dauerhaft subventioniert wird. Die Frage ist, ob der normale Altlandsberger dies so will. Von Bürgerbeteiligung habe ich bisher nicht viel mitbekommen. Scheint aber auch keinen wirklich zu interessieren.

    1. Ob der ÖPNV genügt um Massen zu locken? In Berlin geht man paar Schritt um die Ecke und ist u.U. da, wo was los ist. Da muß ich mich nicht 30-40 Minuten in Bus oder Bahn setzen oder umsteigen….
      Es mag ja auf den ersten Blick schön sein, dass in Altlandsberg was passiert, wenn aber letztlich nur Projekte geschaffen werden, die sich nicht selber tragen können…?
      Ich bin ja der Meinung, dass nicht alles wirklich gewinnbringend sein kann – aber es sieht ja aus, als würde mit Projekten wie Schlossgut Dinge geschaffen, die ewig subventioniert werden müssen. Man gibt also jetzt ein Haufen Geld aus, damit man in den Nächsten Jahrzehnten Projekte/Lokalitäten hat, in denen man Geld versenken kann? Aber zunächst kann man sich auf die Schultern hauen… Gut, war jetzt etwas ketzerisch. Gut sehen die Projekt ja auc – auf dem Papier.
      Wie stark wird denn das Gutshaus subventioniert? Irgendwann mal Brau- und Brennhaus oder Schlosgut? Schloßkirche? Ich kann mir nicht unbedingt vorstellen, dass da Firmen Schlange stehen, um da Tagungen abzuhalten. Dafür ist Berlin evtl zu nah – und da gibt es an jeder Ecke Tagungs- und Seminarmöglichkeiten, von gediegen/edel bis zu außergewöhnlich/alternativ oder kurios, in Hotels, ehem. Banken oder E-Werken.
      Ich weiß auch keine Alternative. Abriss? verfallen lasssen? Andererseits: jetzt die Eigenmittel investieren, in den nächsten Jahren evtl immer Zuschüsse zum Unterhalt der Gebäude u.ä. weil da 3 Tagungen im Jahr sind?
      Sind das letztlich nur gefeierte Prestige-Objekte, die der Stadt in den nächsten Jahren nur Geld kosten statt welches einzubringen?
      Vielleicht kommt ja alles ganz anders und die Leute strömen nach Altlandsberg, allein wg. der preußischen Geschichte, die sich um das Schloß rankt…
      Dann müßte man aber dafür sorgen, dass in Sanssouci wenigstens ein paar Flyer ausliegen, die darauf hinweisen, dass die Wiege von Friedrich I. Friedrich Wilhelm I. und dem großen Fritz aka Friedrich II auch in Altlandsberg stand…. 😉

  3. Zum Schlossgut gibt es seit gestern einen aktuellen Sachstand Quelle: http://ein-prinz-fuer-altlandsberg.de/. Insgesamt scheint die ganze Sache noch nicht so ausgegoren zu sein und die Refinanzierung ist auch fraglich.

    Das mit der 3D-Rekonstruktion finde ich ganz interessant. Vor kurzem war ich in der Abtei von Cluny. Dort haben sie mit Hilfe von Monitoren die Ruinen „auferstehen“ lassen. D.h. man konnte diese drehen und lagebedingt mittels 3D-Rekonstruktion die Bauten der damaligen Zeit betrachten. So könnte man theoretisch auch das abgebrannte Schloss und den Schlossgarten wieder sichtbar machen. Aber ich denke so eine 3D-Nachbildung, ggf. eine App, wird nicht gerade billig sein.

    1. Hört sich wirklich nicht gut an.
      Wenn man die Beiträge auf der verlinkten Seite so liest, beschleicht mich der Eindruck, als würde erstmal gebaut und dann geschaut, was man mit dem fertigen Objekt so machen kann. Vielleicht ein typisch brandenburger Problem? War ja beim Lausitzring, bei Cargo-Lifter oder der Chipfabrik nicht wirklich anders soweit ich mich erinnere – nur die Größenordnungen waren andere.
      Mich überfällt manchmal das Gefühl, dass so einige Sachen für Altlandsberge evtl. doch eine Nummer zu groß sind. Ich rechne bisher jedenfalls nicht riesigen Touristenströmen die massig Geld nach Altlandsberg tragen oder solche (Veranstaltungs-)Orte (Stadtkirche, Schlossgut) wirklich auslasten und vor allem finanziell tragen können. Ich kann das aber nicht wirklich beurteilen und zumindest Sattelfest und Vogelscheuchenmarkt beweisen auch irgendwie das Gegenteil.
      Im letzten Stadtmagazin stand etwas über die Vergrößerung des Parkplatzes an der Erlengrundhalle und dass dieser auch für das Schlossgut-Gelände dienen soll. Das kann ich allerdings gar nicht nach vollziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leute, die zum Schlossgut wollen wirklich schon an der Erlengrundhalle parken. Eher würden alle Möglichkeiten um den Gutshof zugeparkt -wie beim Vogelscheuchenmarkt. Lärm verursachende An- und Abfahrten würden u.U. also näher an die Wohnhäuser herangebracht. Das Gutachten, das also Parkflächen auf dem Gelände verhindert würde eigentlich für mehr Störungen dichter an den Wohnungne sorgen…. Kann ich mir jedenfals so vorstellen, wenn ich nichts mißverstanden habe. Jedenfalls wolen doch die meisten Leite am liebsten bis an den Tisch fahren, da fährt kaum einer zur Erlengrundhalle und geht dann zum Gutshof, da fährt man gleich weiter, nach Hause oder zu einer Lokalität mit Parkplätzen vor der Tür. Mal abgesehen davon, dass erstmal solche Massen auftauchen müssen, dass die vorhandenen Plätze am Gutshaus nicht ausreichen – oder sollen die weg?

  4. „Ich habe letztens erst gehört, dass es früher auch ein Brennhaus gewesen sein soll. Angeblich war mein Großvater gelegentlich dabei, wenn der Hochprozentige Richtung Berlin gefahren wurde. “

    Im Projekt Schlossgut-Altlandsberg< title="Schlossgut-Altlandsberg" rel="nofollow"> wird es auch Brau- und Brennhaus genannt. Da die Baustelle ja geschichtsbezogen ist, nehme ich an, dass dein Vermutung richtig ist.

    Am Samstag werden ab 13:00 Uhr Führungen auf der Baustelle angeboten. Vielleicht eine Gelegenheit die Geschichte des Hauses zu erkunden.

    „Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal geschaut, ob der Scheinwerfer, der das Gutshaus anstrahlt (Gutshofseite, am Baum gegenüber Haupteingang), endlich repariert wurde. “

    Wäre ein Fall für den Maerker Brandenburg< target="_blank" rel="nofollow">.
    Habe ich letztens ausprobiert, der Bürgermeister bekommt direkt eine Mail und der Rücklauf der Verwaltung kam automatisch. Für die Anwendung wird mittlerweile auch eine App angeboten.

    Aber generell müsste man sich etwas schon mit der Beleuchtung einfallen lassen. Fördermittel sind ja da.

    1. Hallo Mirk!
      Deinen Kommentar habe ich etwas überarbeitet, ich habe die Links angepasst, da haut wohl was mit dem Formular nicht hin. Das, was im Formular als „Titel“ bezeichnet wird, ist nicht der Texxt, der zum Link wird. Zumindest bei einem normalen Beitrag ist es günstiger, einfach Text zu schreiben, eine Passage zu markieren und dann auf link zu klicken – ob das auch in den Kommentaren funktioniert, muß ich selbst erstmal schauen.
      Zum Thema:
      Der Scheinwerfer, der das Gutshaus beleuchtete, ist komplett zurückgebaut – also ist es wohl eine bewusßte/gewollte Entscheidung. Wohl eher kein Fall für den Maerker Brandenburg. Danke übrigens für den links, kann ich noch nicht, nicht uninteressant, was da lles gemeldet wird. Ich hoffe nur, das wird kein Portal um anonym irgendwelche Leute anzuschwärzen, bisher sieht es ja vernünftig aus.
      Zum Schloss:
      hier noch mal der Link zur 3d-Rekonstruktion, der Film ist mittlerweile ohne Ton, da der Text ein paar kleine Fehler enthielt. Zwar hat man mir die Version mit Ton mal zur Verfügung gestellt – aber im Lauf der Zeit ist die Version bei irgendeinem PC-Update verlorengegangen.

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