Sattelfest 2018 in Altlandsberg und sonstiges

Am 29.04. ist es wieder soweit: das Sattelfest 2018 findet in Altlandsberg statt. Das ist – lt. Eigenwerbung – der offizielle Start für die Fahrradsaison in unserer Region. Wie (leider immer) sind auf der Homepage der Stadt kaum weiter Informationen dazu zu finden, deshalb hier mal eine Kopie des Programms aus dem Stadtmagazin. (Klick auf das Bild vergrößert es)

sattelfest 2018
Programm zum Sattelfest 2018 in Altlandsberg

Es sind noch knapp 2 Wochen hin und so werfe ich mal einen Blick darauf, wie sich die Stadt präsentiert. Da ich im Zusammenhang mit Altlandsberg sowieso immer am nörgeln bin, hebe ich auch hier her die negativen Dinge hervor – positives nimmt man ja einfach so hin….  ;-)

Da wären zum Einen die Radwege, auf denen wohl ein Großteil der Besucher zum Sattelfest 2018 die Stadt erreichen wird.  Eigentlich sind wir von recht gut ausgebauten und langen Radwegen umgeben. Da gibt es den Radweg nach Nord, nach Eggersdorf, den nach Neuenhagen und den Radweg Richtung Trappenfelde/Hönow. Eigentlich fehlt noch ein Radweg nach Krummensee, der dort dann auf den Radweg Krummensee-Seefeld stößt. Wenigstens ein ordentlicher Belag Trappenfelde – Krummensee wäre schön. Ein Radweg komplett bis Wegendorf wäre auch schön, eine Straße via Neu-Hönow war ja mal geplant. Im Grunde fehlt auch ein Lückenschluss Eggersdorf – Strausberg.

Der Radweg nach Eggersdorf scheint mir noch der beste zu sein. Ich wünsche mir nur, dass dort nach einem Sturm schneller (oder überhaupt) mal gefegt wird. Der Radweg nach Altlandsberg Nord ist zumindest kurz vor der Siedlung an einigen Stellen durch Wurzeln aufgebrochen. Mittlerweile meiden viele Radfahrer diese Stellen. Sie benutzen dann lieber die Straße. Lt. einer Meldung im Märker wird der Radweg mal grundlegend erneuert. Eigentlich wäre das zu verhindern gewesen. Bereits beim Bau des Radweges wurde darauf hingewiesen, dass der Unterbau nicht ordentlich vorbereitet wurde bzw. Wurzeln knapp unter der Oberfläche verlaufen. Als vor vielen Jahren dann eine Abwasserleitung unter dem Radweg verlegt wurde, wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Stellen, an denen der Horizontalbohrer angesetzt wurde, nicht ordentlich verschlossen wurden – aber es kümmert ja niemanden.

Selbiges Problem gibt es beim Radweg nach Neuenhagen. Zumindest in Höhe Seniorenresidenz bzw Kita ist der Radweg teilweise nur Flickwerk. Reste von Baustraßen, mehr oder vor allem weniger gut verschlossene Gruben für neue Hausanschlüsse prägen dort das Bild – auch das ist kein neuer Umstand. Das ist ein wenig Meckern auf hohem Niveau, da es nur vereinzelte Stellen sind . Was mich daran aber ärgert: diese Stellen existieren z.T. seit Jahren und sollten eigentlich bekannt sein. Und wenn ein Mißstand bekannt ist, sollte man ihn eigentlich beheben – oder?

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Ladesäule für E-Bikes in Krummensee

Altlandsberg empfindet sich wohl als fahrradfreundlichen, zumindest lockt man auch mit dem Sattelfest 2018 wieder Besucher in die Stadt. Wie sieht es aus, mit öffentlichen Ladesäulen für E-Bikes? Wäre zumindest eine Idee. Wie so was aussehen könnte, zeigt Krummensee. 

Hier sind natürlich auch andere gefordert – z.B. die Restaurants der Stadt, Rathaus oder das Schlossgut. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass der/die eine oder andere an einem Lokal halt macht, wenn dort eine Lademöglichkeit  besteht. Andernfalls fährt man weiter…

 

Nächstes Thema: das Gebiet außen an der Stadtmauer zwischen Berliner Tor und Stausberger Tor /Storchenturm – manch einem als „die Anlagen“ bekannt. Dass die Stürme der letzten Monate dort reihenweise Bäume umstürzen ließen und dabei auch eine Brücke herausgerissen wurde – dafür kann niemand etwas. Mittlerweile ist das Gebiet  weitestgehend beräumt. Die umgestürzten Bäume wurden mit schwerem Gerät beseitigt. Nach den Arbeiten wurde wohl auch aufgeräumt. Der Boden wurde nicht gefegt, das ist klar – aber wenigstens die durch Räumgeräte zerstörten Wege sollten wieder hergerichtet werden. Meiner Meinung nach entstehen hier der Stadt auch keine Kosten – falls man mit der beräumenden Firma vereinbart hat, den Ursprungszustand wieder herzustellen.

Wie sieht es dort aus? Die Metallbänder oder -Bleche, die den Weg begrenzen sollen, wurden umgefahren, stehen teilweise aus dem Boden und laden zum Stolpern ein. Hoffentlich fällt niemand auf die vorstehenden Ecken und Kanten. Werden solche Arbeiten nach Beendigung nicht seitens der Stadt kontrolliert? Die erwähnte Brücke wurde auch noch nicht wieder repariert – dabei sind die Herbststürme bereits eine Weile her.

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Anfang des Jahres habe ich schon mal unter anderem darüber geschrieben, dass der Spielplatz in der Karl-Liebknecht-Straße eine Beschädigung aufweist. Nun, nach nur 4 Monaten ist die Sache geklärt. Also nicht mißverstehen, repariert wurde nichts, nur das beschädigte Teil ist weg – abgebaut. So einfach ist das…. Ich weiß allerdings nicht genau, wer das Teil abgebaut hat.

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Zu guter Letzt mal wieder das Thema Homepage der Stadt. Es gibt dort zwar den Hinweis auf das Sattelfest 2018 und dass es am 29.04.2018 zwischen 11 und 18 Uhr stattfindet – mehr aber nicht. Weder werden die Touren der Sternfahrt nach Altlandsberg genannt, noch das Einzelzeitfahren beim MOL-Cup oder das Rahmenprogramm erwähnt. Bei der Stadt geht man wohl davon aus, dass Interessierte ganz genau wissen, dass sie einfach nur online im Stadtmagazin Nr 3/2018  auf Seite 2 nachsehen müssen, um alles Wissenswerte über das Sattelfest zu erfahren.

Vielleicht ändert sich da aber  doch mal etwas etwas. Dem Andreas – der mir auf Facebook folgt – ist vor einiger Zeit wohl eine Stellenanzeige für Stadtmarketing aufgefallen. Und im Bürgerinformationssystem fand er folgende Kommentare zum Internetauftritt der Stadt:

„Herr F bemängelt den sehr unübersichtlichen Internetauftritt und zeigt den zeitnahen Handlungsbedarf auf.

Herr G. weist darauf hin, dass diese Thematik in der April-Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses behandelt wird. Nach dieser ersten Beratung könnte es auf die Tagesordnung genommen werden.

Herr K. ergänzt, dass bereits intern Aktualisierungen vorgenommen werden. Die neue Kollegin in der Öffentlichkeitsarbeit wird sich intensiv damit befassen. Weiterhin wird es Gespräche mit dem Betreiber der Internetseite geben.“

Danke Andreas für den Tipp! Es ist villeicht noch nicht alles verloren…  ;-)

Ebenfalls von (einem anderen?) Andreas stammt der Hinweis zu diesem Artikel, dass die Schlossgut GmbH einen Betriebsleiter/Geschäftsführer sucht.

Apropos Schlossgut… ich habe je bemängelt, dass die Werbung dafür irgendwie etwas mau ist. Damit ich nicht immer nur kritisiere hier mal mein Vorschlag, wie es (mit vorhandenen Mitteln) aussehen könnte.

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kleine Fotomontage, möglich Ansicht des Schlossgutes aus Krummensee kommend

Das ist eine kleine Fotomontage, wie es aus Richtung Krummensee/Trappenfelde kommend aussehen könnte. Die Plakate evtl etwas kleiner, dazu ein Pfeil wie man vom Parkplatz den kleinen Weg um die Ecke zum Schlossgut findet…

Die in dieser Montage verwendeten Plakate hängen momentan so, dass man sie aus der Karl-Liebknecht-Straße sehen würde. Allerdings ist diese Straße eine Einbahnstraße in entgegengesetzter Richtung. Aus Krummensee kommend sieht man bisher nur die nackten Mauern ohne Plakate und ein kleines Parkplatz-Schild mit winzigem Hinweis auf das Schlossgut. Mit Auto ist man daran vorbei, bevor man es richtig entziffert hat. So richtig ideal finde ich diese Plakate auch noch nicht. Das Bild für die Brauerei könnte ja auch Werbung für ein Industriedenkmal o.ä. sein…  ;-)

Genug geschrieben – herzlichen Glückwunsch an alle, die bis hier gekommen sind. Und nun schauen wir mal, wie viel Radler zum Sattelfest 2018 nach Altlandsberg kommen.

Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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