2017 in Altlandsberg – ein subjektiver Rück- und Ausblick

Nicht mehr lange und wir haben 2018. Aber was gab es 2017 in Altlandsberg? Da wären zum Einen natürlich die üblichen verdächtigen: Sattelfest und Vogelscheuchenmarkt. Dieses Jahr habe ich auch mal den Gruselrundgang mit dem Nachtwächter besucht. Das Kinderfest am großen Sportplatz fand ebenfalls reichlich Zuspruch, genau wie der jährliche Weihnachtsmarkt.Die Arbeiten auf dem Schlossgut selbst sind mittlerweile abgeschlossen, der Platz oder Hof ist frei zugänglich. Der Münzfund fand übrigens tatsächlich bereits 2016 statt – da mußte ich gerade selbst nachsehen. Auf dem Schlossgut fanden auch ein paar Veranstaltungen statt, meiner Meinung nach wurde und wird das aber zu wenig publik gemacht.

Apropos Schlossgut: zwei Herzen schlagen da in meiner Brust – wie man so schön sagt. Einerseits finde ich es wirklich gut, wenn historische Dinge erhalten bleiben bzw aufgebaut werden. Ob das  – salopp gesagt – für jede alte Scheune gelten muss… das finde ich nicht unbedingt. Nun bin ich kein Historiker und kann nicht beurteilen, wie einzigartig oder bedeutend z.B. ein Gebäude wie das Brau- und Brennhaus ist. Meine Befürchtung ist immer noch, dass sich die Stadt, trotz der Fördermittel,  mit dem Schlossgut übernommen hat. Sicher, ohne die Bauarbeiten hätte es den Münzfund wohl nicht gegeben und insgesamt gefällt mir das Ensemble auch ganz gut. Wenn es aber nicht gelingt, das Areal mit Leben zu füllen, dann bleibt es für lange Zeit – oder für immer – ein Zuschussgeschäft für die Stadt.

Hier gebe ich dem Nachtwächter recht, der im letzten Stadtmagazin schrieb, dass man das Potential nutzen muss und die Vermarktung von Stadt und Schlossgut in professionelle Hände geben muss. (Ist deshalb gerade eine Stelle für Öffentlichkeitsarbeit ausgeschrieben?) Also warum hängt am Parkplatz am Schlossgut (Rückseite der Scheune) nicht ganz groß ein Plakat mit Werbung für das Schossgut oder Brau- und Brennhaus? Für Fahrer aus Richtung Krummensee ist da nur ein kleiner, versteckter Parkplatz ohne erkennbaren Grund. Ist man dann am Löwentor vorbeigefahren und hat evtl kurz auf das Schlossgut geworfen ist es zu spät. Die wenigsten Fahrer drehen nochmal um, meistens heißt es dann „..beim nächsten Mal“ – falls es dazu kommt. Das Schlossgut liegt direkt am Radweg. Warum nicht – in einigen Abständen – entsprechende Hinweise am Radweg? Warum keine Ladestation für eBikes am Schlossgut, Armenhaus oder am Marktplatz? So etwas sah ich letztens in Krummensee.

ebike-saeule

Warum steht immer noch am Storchenturm der Hinweis auf die dort seit Jahren nicht mehr befindliche Stadtinformation? Warum findet sich nicht mal auf der Webseite der Stadt ein auffälliger Hinweis auf des Schlossgut? Ich finde, es gibt viele Möglichkeiten – und es ist noch sehr viel zu tun. Auch die bereits angesprochene Webseite der Stadt müßt erneuert werden. Zum einen sieht man ihr geradezu an, dass sie in die Jahre gekommen ist. Diese Jahr konnte ich da einige Fehler beobachten. Mehrfach konnten die pdf-Dateien der Stadtmagazine weder online gelesen noch heruntergeladen werden. Immer wieder gibt es Vorschauen zu Berichten, in denen Infos stehen, die im eigentlichen Bericht nicht angezeigt werden. Leuten, die gleich auf die Überschrift klicken, um den kompletten Bericht zu lesen, entgeht als was. Der Kalender der Stadt ist ein Graus und enthält nicht wirklich alle Termine. Bruchmühle zeigt hier, wie man es besser macht.

Ein sehr großes Thema 2017 in Altlandsberg, hier im Blog und bei Freunden und Bekannten war das Thema Kita bzw Kitagebühren. Hier gab es doch einige Aufregung. Irgendwie sehen alle Betroffenen eine, dass gute Arbeit/Kinderbetreuung auch Geld kostet. Nur wie viel ist zu viel? Das hängt natürlich auch von der jeweiligen Einkommenssituation ab. So weit ich das mitbekommen habe, ist die Stadt nicht ganz unschuldig an der Diskussion. So schien das ganze zunächst fast heimlich abzulaufen – bis es ein Flugblatt der Elternvertreter gab. Das schien allerdings auch fast Panikmache gewesen zu sein. Wie auch immer: hätte die Stadt – wie es eigentlich sein soll – die Gebühren regelmäßig überprüft und angepasst, wäre die Erhöhung jetzt nicht mit einem Mal so hoch ausgefallen  (je nach Einstufung).

So schließt sich dann auch der Kreis zum Schlossgut. Mehr als einmal habe ich in Gesprächen zum Thema Bemerkungen gehört wie „…aber für’s Schlossgut, da ist Geld da…“ Das Thema Kitaplätze dürfte sich durch die Containerlösung Straße des Friedens / „Wiesenhaus“ etwas entspannen.

Kommen wir mal zum Shopping. Altlandsberg hat jetzt einen Optiker weniger. Dafür einen Döner-Imbiss mehr. Außerdem seit Februar 2017 in Altlandsberg in der Berliner Straße das Nähstübchen Edel-Lot. Hier gibt es Nähkurse und man kann sich Sachen schneidern lassen. Die Kindersachen sind echt schön und eben mal nicht von der Stange – wir haben einiges ausprobiert. Man kann sich die Sachen übrigens auch schicken lassen.  Auch ein weiteres Bekleidungsgeschäft hat vor kurzem in der Berliner Straße eröffnet – etwa gegenüber dem ehemaligem Roseneck (Reisebüro-Beginn Einbahnstraße). Ich wünsche den Inhabern viel Glück!

Sonst sieht es irgendwie eher mau aus in Altlandsberg. Wir haben 2 Discounter – „Netto rot“ und „Netto schwarz“ wie es so schön heißt. Seit vor Jahren der Schlecker in der Brunnenpassage schloss, war ich im Prinzip nicht mehr dort oben, auch nicht im Bio-Brunnen. Andere Orte scheinen da besser aufgestellt, dort gibt es in der Regel neben den üblichen Discountern noch Edeka oder Rewe, dm und andere (größere) Geschäfte.  In den letzten Tagen durfte ich mir mehrfach anhören, dass in Fredersdorf jetzt auch ein Rossmann eröffnet, in Altlandsberg da aber einfach zu wenig passiert.

Aber hey – ganz unschuldig ist man als Bürger oder Einwohner der Stadt auch wieder nicht. Wer hat mitgemacht, als es vor Jahren eine Abstimmung/Umfrage gab, ob ein Discounter nach Altlandsberg soll oder ein Supermarkt der „gehobenen“ Klasse? Vielleicht zählt Plus aber schon als etwas besseres und man konnte auch nicht ahnen, dass daraus mal „Netto rot“ werden würde. Wer hat mitgemacht, als es um eine Umfrage zu DSL ging? Hier muss man allerdings auch sagen, dass die im Stadtmagazin angegebenen Mail-Adresse eine ganze Weile nicht funktioniert – trotzdem, wer hat es wenigstens versucht? Wer hat bei der Umfrage mitgemacht Gelbe Tonne oder Gelber Sack? (Auch) hier war die Beteiligung so gering, dass letztlich die Stadtverordnetenversammlung sich mehrheitlich für die gelbe Tonne ausgesprochen hat. Wer das alles nur achselzuckend an sich vorbeigehen läßt, darf sich hinterher halt nicht beschweren, wenn ihm das Ergebnis nicht passt.

Ich habe das gleiche Problem, dass andere Gemeindeteile bei der Stadt kritisieren: die Fixierung auf die Stadt Altlandsberg. Aus den umliegenden Ortschaften bekomme ich halt auch recht wenig mit. Durch die Kita erfahre ich noch einiges aus Bruchmühle. Das Bürger- und Kreativehaus erfreut sich dort großer Beleibtheit. (nahezu) täglich gibt es dort veranstaltungen. Dieses Jahr wurden im Außenbereich ein paar Fitnessgeräte eingeweiht. Verbunden wurde das mit dem alljährlichen Rasselumzug mit für die Kinder, angeführt wie in den letzten Jahren vom Dudellumpi.

Glückwunsch, wer bis hier gekommen ist und sich meine Gedanken angetan hat. Vor allem diesen Leser aber natürlich auch allen anderen wünsche ich eine Guten Rutsch nach 2018!

 

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Über dischue

"Chef" dieses Blog-chens hier und momentan fast einziger Verfasser der Artikel auf diesen Seiten, fleißiger Internetnutzer und für technische Spielereien aller Art zu haben... ;-)

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